Aktuelle Nachrichten – International
11.04.2009
Oslo/Paris – Somalische Piraten haben am Freitag den norwegischen Tanker „Bow Asir“ und dessen 27 Mann Besatzung freigelassen. Das 23.000 Tonnen große Schiff war zwei Wochen in der Hand der Seeräuber. Wie die Reederei Salhus Shipping AS mitteilte, ist der Kapitän Norweger, die Besatzung stammt von den Philippinen, aus Polen, Russland und Litauen.
Die Reederei teilte nicht mit, ob Lösegeld gezahlt wurde. Nach einem Bericht der norwegischen Nachrichtenagentur NTB wurden 2,4 Millionen Dollar gezahlt.
Die Geiselnahme an Bord eines französischen Segelboots im Golf von Aden ging unterdessen nach einer Woche blutig zu Ende: Bei der Erstürmung des Boots durch französische Soldaten wurden eine der fünf Geiseln sowie zwei der Piraten getötet, wie das Büro von Staatspräsident Nicolas Sarkozy mitteilte. Drei Seeräuber seien gefangengenommen worden. Die vier überlebenden Geiseln, darunter auch ein dreijähriges Kind, seien wohlauf, hieß es.
Derweil spitzte sich die Konfrontation zwischen der US-Marine und somalischen Piraten zu. Während ein US-Zerstörer die Entführer eines US-Kapitäns bedrängte, forderten die Seeräuber Verstärkung an, um ihre Geisel, einen US-Kapitän, an Land bringen zu können. Dessen Fluchtversuch scheiterte am Freitag. Inzwischen wurde eine erste Lösegeldforderung laut. Für den Fall, dass sie von der US-Marine angegriffen werden sollten, drohten die Piraten mit der Ermordung des 53-jährigen Richard Phillips. (AP)
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