Unternehmen – Sommer will Firmen an Kosten des Arbeitslosengeldes beteiligen – DAPD
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Sommer will Firmen an Kosten des Arbeitslosengeldes beteiligen

DAPD

07.02.2008

Kaputte Handys als Symbol für kaputtes Vertrauen in die Mitverantwortung und Fürsorgepflicht eines Konzerns für das Wohlergehen seiner Mitarbeiter. Die nordrhein-westfaelische Landesregierung hat bekanntgegeben, 41 Millionen Euro von dem finnischen Unternehmen zurückzufordern. Nokia will das Werk in Bochum im Sommer schliessen und die Produktion nach Rumänien verlagern.   Foto: AP Photo/Martin Meissner
Kaputte Handys als Symbol für kaputtes Vertrauen in die Mitverantwortung und Fürsorgepflicht eines Konzerns für das Wohlergehen seiner Mitarbeiter. Die nordrhein-westfaelische Landesregierung hat bekanntgegeben, 41 Millionen Euro von dem finnischen Unternehmen zurückzufordern. Nokia will das Werk in Bochum im Sommer schliessen und die Produktion nach Rumänien verlagern.

Foto: AP Photo/Martin Meissner

Regensburg – DGB-Chef Michael Sommer will Unternehmen an den Kosten des Arbeitslosengeldes für entlassene Mitarbeiter beteiligen, wenn Betriebe verlagert oder willkürlich geschlossen werden. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds sagte der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Freitagausgabe): „Wir müssen die Firmen zum Beispiel an den Kosten des Arbeitslosengeldes beteiligen.“

Es habe früher eine Ausgleichsabgabe gegeben, wenn ältere Arbeitnehmer entlassen wurden. „Wir sollten einen solchen Mechanismus heute für alle Arbeitnehmer im Falle von Betriebsverlagerungen oder willkürlichen Betriebsschließungen einführen“, sagte Sommer. Unternehmen, die sich wie der finnische Handy-Hersteller Nokia verhielten und im großen Stil Menschen auf die Straße setzten, sollten an den sozialen Folgekosten beteiligt werden, fügte der DGB-Chef hinzu. (AP)

 

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