Panorama - Aktuelle Nachrichten – Sonnenschirme - Eleganz unter dem Himmel – Anke Wang / The Epoch Times
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Serge Orion Sonnenschirme - Eleganz unter dem Himmel

Anke Wang / The Epoch Times

14.07.2010

Klassiker ohne Nostalgie. Foto: Meline Waxx
Klassiker ohne Nostalgie.

Foto: Meline Waxx

Anne Hathaway, hat ihn. Dita von Teese, Catherine Heigl und Mischa Barton auch. Einen Porzellan-Teint. Die edle Blässe feiert ihre Rückkehr und mit ihr auch ein ungewöhnliches, historisches Accessoire: der Sonnenschirm. Catherine Zeta-Jones schützt so ihre Haut beim Dreh vor allzu aggressiven UV-Strahlen. Dabei ist, wie wir seit einiger Zeit wissen, ein Schneewittchenteint nicht nur eine Frage des Aussehens. Ozon-Loch und verstärkte UV-Strahlung machen es notwendig, die Sonne in Maßen zu genießen, um Hautalterung oder noch Schlimmeres zu vermeiden.

Von Ozon-Loch und freien Radikalen wusste man zur Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert noch nichts, Freizeitvergnügen wie Schwimmen wurden an der Ostsee und noch nicht auf Capri betrieben. Weiß, wie die der weiblichen Geschöpfe auf Klimts Werken, so sollte die Haut einer Dame der Belle Époque aussehen. Wer braun gebrannt herumlaufen musste, war sicherlich durch seinen niedrigen Stand gezwungen, in der brennenden Sonne zu arbeiten. Im Gegensatz zu dem erstrebenswerten Leben der höheren Schicht, die in Räumen arbeitete, oder es nicht nötig hatte, zu arbeiten. Nach dem ersten Weltkrieg war der schützende Schirm nicht mehr angesagt und verschwand erstmal von der Bildfläche.

Kleopatra und Xerxes - abgeschirmt

Wenn wir in der Geschichte des Schirms weiter zurück schauen, war dieser als Insignie der Macht stets nur über den Herrschern aufgespannt, dieses wurde für Papstprozessionen von der katholischen Kirche übernommen. Sir Austen Henry Layard, einer der führenden britischen Amateur-Archäologen des 19. Jahrhunderts, entdeckte auf Alabasterreliefs seiner Ausgrabungen in Ninive und Nimrud in Assyrien, heute Irak, die Darstellung von Herrschern unter dem Schirm.

Layard: „Der Schirm oder Sonnenschirm, Emblem des Adels, welches universell von den östlichen Nationen anerkannt wird, wurde meist über dem König ... getragen. In der Form ähnelt er jenen, die allgemein in Gebrauch sind; aber auf den Skulpturen ist er stets geöffnet. Er wurde mit Quasten gerändert und wurde normalerweise mit einer Blüte oder einem anderen Ornament an der Spitze verziert. Auf späteren Reliefs fällt ein langer Leinen- oder Seidenstoff von einer Seite, wie ein Vorhang, was anscheinend den König völlig von der Sonne abschirmt. Der Sonnenschirm war exklusiv für den Monarchen vorgesehen und wurde niemals über einer anderen Person getragen." Auch die Popstars der Historie, der persische Großkönig Xerxes I und Kleopatra werden mit Sonnenschirmen dargestellt. In China, Altägypten, Babylonien, Assyrien, Indien und Persien, nutzte man den Schirm, der wohl über Persien nach Griechenland kam und somit nach Europa. Die Damen und Herren Griechen nutzen ihn als modisches Werkzeug gegen die Witterungen.

Der Sonnenschirm heute - handgemacht in Frankreich

Callista, Suna, Flora, oder Margarita, so heißen nicht etwa die Damen im Leben von Serge Orion, dem Designer von Luxury Parasols, sondern die Schirme seines Herzens. Geboren in Algier im Jahre 1961, studierte er Kunsttischlerei und Kunstgechichte. Er arbeitete für bekannte Firmen als Möbeldekorateur in Paris. Die Leidenschaft für Mode und Accessoires mit Vorliebe für Fächer, Korsetts und Handschuhe brachte ihn später in die Modebranche. Von Modedesignern geleitet, machte er eine Studie über das vergessene Accessoire: den Sonnenschirm. Und er entwickelte seine eigenen Ideen. Edelhölzer wie Ebenholz und Palisander werden in handwerklicher Detailarbeit zu Zwinge und Griff seiner Schirme und werden mit Elfenbein und Horn bestückt. Die mit UV-Schutz versehenen Bezüge sind aus Leinen, Baumwolle und Seide. Manche sind schlicht aus Jeansstoff oder detailverliebt mit exotischen Federn dekoriert. Mit der ihm eigenen Sensibilität verleiht er diesem Accessoire einen neuen Stil und bringt die Eleganz der Vergangenheit ohne Nostalgie in die Jetzt-Zeit. Er gibt seinen Schirmen eine Persönlichkeit und eine Seele, indem er jedem davon einen Vornamen und ein Gedicht verleiht. Orions Ziel ist es, diesem raffinierten und eleganten Accessoire weltweit neues Leben zu geben.

 

 

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