Unternehmen – Sony erwartet erstmals seit 14 Jahren rote Zahlen – DAPD
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Gewinnprognose Sony erwartet erstmals seit 14 Jahren rote Zahlen

DAPD

22.01.2009

(AP Photo/Shizuo Kambayashi)
(AP Photo/Shizuo Kambayashi)

Tokio – Der Elektronikhersteller Sony erwartet im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr erstmals seit 14 Jahren rote Zahlen. Sony kündigte am Donnerstag in Tokio einen Verlust von etwa 150 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro) an, verglichen mit einem Gewinn von 369,4 Milliarden Yen noch im Jahr 2007. Sony-Chef Howard Stringer versprach, er werde den Konzern wieder ins Plus bringen – durch Kürzung von Gehältern, Stellenabbau und besser im Trend liegende Produkte.

Sony hat bisher nur einmal einen Verlust für ein Geschäftsjahr ausweisen müssen. Das war 1994/1995 und Ursache waren einmalige Verluste aus dem Einstieg ins Filmgeschäft. Im Dezember hatte das Unternehmen den Abbau 8.000 seiner weltweit 185.000 Arbeitsplätze angekündigt. Außerdem sollten 8.000 Zeitarbeiter nicht weiter beschäftigt werden.

Bei Vorlage der neuen Voraussage kündigte Stringer die Streichung weiterer 1.000 Zeitarbeitsplätze an. Er und Präsident Ryoji Chubachi wollten auf ihren Bonus und damit die Hälfte ihres Jahreseinkommens verzichten, für weitere Manager würden die Gehälter gekürzt.

„Noch zu viel alte Sony“

Das reiche aber nicht, sagte Stringer, der seit Mitte 2005 an der Unternehmensspitze steht. Sony müsse die Kosten aggressiver senken und zugleich die Trends in der Unterhaltungselektronik wie interaktive Fernsehgeräte vorwegnehmen. „Es gibt noch zu viel alte Sony und zu wenig neue Sony“, sagte er.

Analysten bewerteten die Ankündigung negativ. Stringer habe nichts Neues gesagt, meinte Koya Tabata von Credit Suisse in Tokio. „Es gibt keine Änderung in seiner Strategie. Er hat gesagt, was er schon vorher gesagt hat – und das ist schlecht.“ (AP)

 

 

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