Börse – Sorgen um Griechenland und US-Arbeitsmarkt ziehen DAX tief ins Minus – DAPD
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Wieder Zittern an der Börse Sorgen um Griechenland und US-Arbeitsmarkt ziehen DAX tief ins Minus

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02.09.2011

Wieder mal besorgte Gesichter an der Börse in Frankfurt.  Foto: Mario Vedder/dapd
Wieder mal besorgte Gesichter an der Börse in Frankfurt.

Foto: Mario Vedder/dapd

Frankfurt/Main – Neue Sorgen um Griechenland und ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag schwer zugesetzt. Der DAX ging zeitweise um mehr als vier Prozent in die Knie. Der Leitindex beendete den Handel mit einem Minus von 3,4 Prozent bei 5.538 Zählern. Der MDAX verlor 3,6 Prozent auf 8.838 Punkte, der TecDAX 3,3 Prozent auf 729 Zähler.

Hintergrund für die schlechte Stimmung an der Börse war zum einen die Nachricht, dass Athen die Verhandlungen mit der sogenannten Troika aus Vertretern der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds zunächst ausgesetzt habe.

Die Troika verlangt von Griechenland ein hartes Sparprogramm und tiefgreifende Wirtschaftsreformen als Voraussetzung für ein viele Milliarden schweres Kreditprogramm, mit dem der hoch verschuldete Staat vor der Pleite gerettet werden soll. Athen lehnt weitere Haushaltsmaßnahmen aus Angst vor einem tieferen Abgleiten in die Rezession ab.

Zudem enttäuschte der US-Arbeitsmarktbericht für August: Die Unternehmen schufen keine neuen Arbeitsplätze, die Arbeitslosenquote liegt in den USA unverändert bei 9,1 Prozent. Die US-Börsen reagierten auf die schlechten Konjunkturnachrichten mit kräftigen Kursverlusten: Der Dow-Jones-Index büßte bis 17.30 Uhr MESZ 1,6 Prozent auf 11.314 Punkte ein, der Nasdaq-Composite-Index verlor 1,5 Prozent auf 2.506 Zähler.

Der schwache US-Arbeitsmarktbericht trieb den Euro in Richtung der Marke von 1,42 Dollar. Er kostete am Abend 1,4218 Dollar. Händler sagten, die enttäuschenden Daten führten zu einem starken Anstieg der Risikoaversion und damit auch zu einem anziehenden Dollar. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs bei 1,4255 Dollar fest.

Im DAX gerieten wegen der Sorgen um die europäische Schuldenkrise die Bankaktien unter die Räder: Deutsche Bank verloren 5,9 Prozent auf 26,02 Euro, Commerzbank gaben 5,5 Prozent auf 1,92 Euro nach. Kräftige Verluste gab es auch für Heidelcement mit 5,3 Prozent auf 28,24 Euro, VW mit 5,2 Prozent auf 109,20 Euro und ThyssenKrupp mit 5,0 Prozent auf 21,82 Euro.

Nur zwei der 30-DAX-Werte hielten sich im grünen Bereich: Metro stiegen um 1,7 Prozent auf 31,31 Euro, Fresenius Medical Care um 0,5 Prozent auf 47,94 Euro.

Im MDAX standen IVG an der Spitze der Verlierer, die Aktien verbilligten sich um 9,3 Prozent auf 2,58 Euro. Klöckner verloren 7,9 Prozent auf 10,59 Euro, TUI 7,4 Prozent auf 4,41 Euro. Auf der Gewinnerseite standen Celesio und Rhön-Klinikum mit einem Plus von 0,6 beziehungsweise 0,1 Prozent auf 11,80 beziehungsweise 17,02 Euro.

Im TecDAX verzeichneten QSC Abgaben von 6,8 Prozent auf 2,14 Euro. Es folgten Bechtle mit minus 6,3 Prozent auf 25,46 Euro und Aixtron mit minus 6,0 Prozent auf 14,39 Euro. Gegen den Trend stemmten sich Stratec mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 28,89 Euro und Roth + Rau, die unverändert bei 22,00 Euro notierten.

(dapd)

 

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