Aktuelle Nachrichten – Psyche
02.04.2012
Foto: Gerd Altmann / Pixelio
Frankfurt/Main – Anerkennung am Arbeitsplatz verringert einer Studie zufolge das Risiko eines Burnouts. "Das bedeutet allerdings mehr als nur angemessene Bezahlung, wichtig ist vor allem die soziale Anerkennung, die Menschen für ihren Arbeitseinsatz erhalten", betont einer der Autoren der Untersuchung, der Frankfurter Sozialpsychologe Rolf Haubl.
Haubl und Kollegen befragten 2011 knapp 900 Supervisoren, die seit Jahren im sozialen Bereich als Berater tätig sind, nach ihrer Einschätzung zur Arbeitsbelastung. Hinzu kamen 30 Intensivinterviews. Die Auswertung lässt den Schluss zu: Über alle Branchen hinweg sind die Arbeitsbedingungen so, dass viele Beschäftigte ihre psychische Gesundheit riskieren.
Eine wichtige Rolle bei der Burnout-Vorbeugung, so fanden die Forscher heraus, spielen neben einer leistungsgerechten Entlohnung Vorgesetzte und Kollegen, "Chefs, die ihre Mitarbeiter nicht nur als Kostenfaktoren betrachten, sondern als eine Belegschaft mit produktiven Fähigkeiten, die sie nachhaltig zu entwickeln suchen, schützen ebenso vor überfordernden Arbeitsbedingungen, wie Kollegen, die sich halbwegs solidarisch verhalten", erklärt Haubl.
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