Aktuelle Nachrichten Europa – Spanien präsentiert Sparpaket – Ciaran Giles und Daniel Woolls
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Aktuelle Nachrichten – Europa

65 Milliarden Euro Spanien präsentiert Sparpaket

Ciaran Giles und Daniel Woolls

11.07.2012

Bis 2015 sollen in Spanien über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Ausgabenkürzungen 65 Milliarden Euro eingespart werden, teilte Ministerpräsident Mariano Rajoy mit. Foto:Andres Kudacki/AP/dapd
Bis 2015 sollen in Spanien über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Ausgabenkürzungen 65 Milliarden Euro eingespart werden, teilte Ministerpräsident Mariano Rajoy mit. Foto:Andres Kudacki/AP/dapd

Madrid – Der spanischen Bevölkerung steht eine neue Runde massiver Sparmaßnahmen bevor: Bis 2015 sollen in Spanien über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Ausgabenkürzungen 65 Milliarden Euro eingespart werden, wie Ministerpräsident Mariano Rajoy am Mittwoch mitteilte. In einer eindringlichen Rede vor dem Parlament bezeichnete er den Sparpaket-Schritt als alternativlos. "Das ist die Realität. Es gibt keine andere. Und wir müssen so schnell wie möglich aus diesem Loch heraus", sagte Rajoy weiter. "Es gibt keinen Raum für Fantasien oder spontane Improvisationen, weil es keine andere Wahl gibt."

Zuvor hatte sich die Eurogruppe am Dienstag im Grundsatz auf die Bedingungen für die Rettung der spanischen Banken verständigt. Zudem bekam Madrid von der EU mehr Zeit zum Sparen.

Der neue Reformplan sieht vor allem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 18 auf 21 Prozent vor. Davon wären Produkte und Leistungen wie Kleidung, Autos, Zigaretten und Telefondienste betroffen. Die Mehrwertsteuer auf grundlegende Güter wie Brot, Medizin und Bücher bleibt bei vier Prozent.

Vorgesehen sind zudem Lohnkürzungen im Öffentlichen Dienst sowie bei den Parlamentsabgeordneten. Auf den Prüfstand sollen auch Arbeitslosenhilfen gestellt werden. Geplant sind für das Sparpaket außerdem weitere Schließungen von staatlich betriebenen Unternehmen; Steuerabzüge für Hausbesitzer sollen kassiert werden; Parteien und Gewerkschaften müssen in Spanien mit Kürzungen staatlicher Subventionen um 20 Prozent rechnen.

(dapd)

 

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