Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
03.09.2012
Foto: © 2012 AP. Photographer: Paul White/AP/dapd
Madrid – Die spanischen Banken werden nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Luis de Guindos nicht das vollständige Hilfspaket im Umfang von 100 Milliarden Euro benötigen. De Guindos erklärte am Montag, die Regierung werde außerdem keine weiteren Sparmaßnahmen auflegen müssen, um das Defizitziel für das laufende Jahr einzuhalten. Allerdings werde die angeschlagene Bank Bankia eine Nothilfe erhalten.
Im Prinzip sehe es so aus, als ob nicht die gesamten 100 Milliarden Euro Nothilfe der Eurozone benötigt würden, erklärte der Minister. Mit den bisherigen Sparmaßnahme könne Spanien sein Defizit in diesem Jahr auf 6,3 Prozent drücken. Im vergangenen Jahr waren es noch neun Prozent. Die Regierung hat bereits Sparmaßnahmen in Höhe von 65 Milliarden Euro verabschiedet.
Ein Notkredit über fünf Milliarden Euro für die Bankia könnte nach Angaben von De Guindos noch am (heutigen) Montag verkündet werden. Außerdem baten zwei Regionen um Hilfe von der Zentralregierung: Katalonien benötigt 5,02 Milliarden Euro aus Madrid, Andalusien eine Milliarde, wie die Zeitung "El País" berichtete.
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