Aktuelle Nachrichten – Politik und Konjunktur
07.06.2007
Hamburg – Eine härtere Bestrafung von Steinewerfern fordert der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs. Der Sprecher des Seeheimer Kreises, der dem rechten Parteiflügel zugerechnet wird, sagte der „Bild“-Zeitung zu den schweren Ausschreitungen bei der Anti-G8-Demonstration in Rostock: „Was diese Typen machen, ist versuchter Mord. Und genauso müssen sie vor Gericht behandelt werden.“ Die Deeskalations-Strategie der Polizei sei „an der Gewalt-Orgie der Autonomen gescheitert“, meinte Kahrs.
433 Polizisten und mehr als 500 Demonstranten waren verletzt worden. Am Dienstag war der erste Steinewerfer zu zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Rostock sprach den 31-Jährigen der versuchten gefährlichen Körperverletzung in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch schuldig. Der Mann hatte „mehrfach mit Steinen gezielt nach Polizisten geworfen, um diese zu verletzen“, urteilte das Gericht. Die Höchststrafe im angewandten beschleunigten Verfahren beträgt ein Jahr Haft. (AP)