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SPD stellt auch künftig den Oberbürgermeister von Mannheim

DAPD

18.06.2007

Mannheim – Die SPD stellt auch künftig den Oberbürgermeister der zweitgrößten baden-württembergischen Stadt Mannheim. Der SPD-Kandidat Peter Kurz wurde am Sonntag bereits im ersten Wahlgang zum Nachfolger seines Anfang August nach 24-jähriger Amtszeit als Stadtoberhaupt ausscheidenden Parteifreunds Gerhard Widder bestimmt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhielt der amtierende Mannheimer Kulturdezernent 50,5 Prozent der Stimmen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther kam als sein stärkster Konkurrent nur auf 32,07 Prozent. Auf den OB-Bewerber der Grünen, Wolfgang Raufeld, entfielen 13,3 Prozent.

Die Wahlbeteilung lag bei historisch niedrigen 37 Prozent. Zur Stimmabgabe waren 217.299 Wähler aufgerufen. Der amtierende Oberbürgermeister Widder hatte sich nach 24 Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. 1999 hatte er 51,2 Prozent der Stimmen geholt. Damals lag die Wahlbeteilung bei 41 Prozent.

Der bei der Wahl am Sonntag erfolgreiche Kurz leitet seit acht Jahren das städtische Dezernat für Sport, Bildung und Kultur in Mannheim. Er sagte am Sonntagabend: „Ich hatte in den letzten Tagen immer stärker das Gefühl, das könnte gleich auf Anhieb klappen.“ Andernfalls hätte es am 8. Juli eine Stichwahl gegeben.

Insgesamt hatten sich sechs Kandidaten um das Oberbürgermeisteramt beworben. Hätte der CDU-Kandidat gewonnen, hätte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen Sitz verloren. Für den Direktkandidaten Wellenreuther wäre nämlich niemand nachgerückt, weil die CDU in Baden-Württemberg bei der Wahl 2005 drei Überhangmandate erhalten hatte. Wellenreuther sagte nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses: „Herr Kurz hat es verdient. Ich denke, ich habe mit meinem Ergebnis alles rausgeholt, was drin war.“

Die baden-württembergische SPD-Vorsitzende Ute Vogt gratulierte Kurz zu seinem „sensationellen Wahlergebnis“. Mit seinem Erfolg gleich im ersten Wahlgang habe es der künftige Mannheimer Oberbürgermeister auch all jenen gezeigt, die in den vergangenen Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und dem CDU-Kandidaten vorausgesagt hätten. (AP)

 

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