Aktuelle Nachrichten – Wirtschaft
05.03.2010
Düsseldorf (apn) Die Ermittlungen im Zusammenhang mit verlustreichen Spekulationsgeschäften bei der WestLB stehen nach zweieinhalb Jahren vor dem Abschluss. „Wir hoffen, das Verfahren im Frühjahr beenden zu können“, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Freitag der Nachrichtenagentur DAPD. Einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, wonach zwei frühere Aktienhändler wegen der horrenden Börsenverluste von rund 600 Millionen Euro angeklagt werden sollen, wollte er nicht kommentieren.
Wegen der 2007 aufgeflogenen Spekulationsgeschäfte mit BMW- und VW-Aktien wird gegen insgesamt 14 Beschuldigte ermittelt, darunter sieben ehemalige und aktive Vorstandsmitglieder der drittgrößten Landesbank. Auch der frühere Vorstandschef Thomas Fischer gehört dazu. Das Verfahren gegen sie soll laut dem Bericht gegen Geldzahlungen eingestellt werden. Die betroffenen Manager wären damit nicht vorbestraft.
Die von der Staatsanwaltschaft geforderten Tarife reichen laut „Süddeutscher Zeitung“ von mehreren 10.000 bis über 100.000 Euro. Über die Höhe werde teilweise noch gefeilscht. Dem Vernehmen nach seien die fünf damaligen und auch die beiden heute noch amtierenden Vorstandsmitglieder grundsätzlich zu einer solchen Lösung bereit, obwohl sie sich als unschuldig betrachten.
Ein WestLB-Sprecher bestätigte auf DAPD-Anfrage, dass es bei den beiden noch amtierenden Vorstandsmitgliedern mit der Staatsanwaltschaft Gespräche über eine Einstellung der Ermittlungen gebe. Details nannte er nicht.
Zwei inzwischen entlassene Händler der Bank sollen jahrelang im Eigenhandel mit Aktien spekuliert und dabei auch Kurse manipuliert haben. Der Schaden beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf rund 600 Millionen Euro. (AP)
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