Borussia Mönchengladbach – Hannover 96 1:2

Da die Borussia verhalten begann und die Gäste erst einmal versuchten, sicher im Mittelfeld zu agieren, passierte in der ersten Viertelstunde relativ wenig. In der 17. Minute dann zirkelte Michael …

Da die Borussia verhalten begann und die Gäste erst einmal versuchten, sicher im Mittelfeld zu agieren, passierte in der ersten Viertelstunde relativ wenig. In der 17. Minute dann zirkelte Michael Bradley einen Freistoß geschickt an Freund und Feind vorbei ins lange Eck von 96 Keeper Florian Fromlowitz zur 1:0 Führung für die Hausherren. Von nun an versuchte der fünfmalige Deutsche Meister mutiger nach vorne zu spielen und hatte durch Arango in der 31. Minute eine weitere gute Chance. Von den Gästen war vor 37.195 Zuschauern in der ersten Halbzeit nicht viel zu sehen. Negativer Höhepunkt aus Gladbacher Sicht war in der 43. Minute das Nachtreten von Raul Bobadilla gegen Sergio Pinto, sodass die Borussia ab diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt weiterspielen durfte.

Nach der Pause setzte die Borussia aufgrund des Platzverweises von Bobadilla mehr auf eine verstärkte Abwehr und versuchte den 96ern mit Kontern gefährlich zu werden. Fast wäre das auch gelungen, doch Reus konnte eine Großchance zum 2:0 nicht nutzen (51. Minute). Doch von diesem Zeitpunkt an spielte Hannover immer sicherer, nutzte die Räume und die Breite des Feldes; ließ Ball und Gegner laufen und wartete auf Fehler der dezimierten Fohlen. In der 73. Minute köpfte Mike Hanke dann den Ausgleich und nur zwei Minuten später schoss Ya Konan das 2:1 für die Gäste. Zwar versuchte die Borussia im Anschluss noch einmal etwas Druck aufzubauen konnte jedoch in Unterzahl keine genügenden Kraftreserven mehr mobilisieren, um den 96ern noch einmal gefährlich werden zu können.

Mirko Slomka, Trainer von Hannover 96: „Wir haben heute eine weniger gute erste Halbzeit gespielt und haben ganz wenige Zweikämpfe für uns entscheiden können. Deswegen sind wir verdientermaßen auch in Rückstand geraten. Das haben die Gladbacher zu diesem Zeitpunkt recht gut gemacht und wir haben ihnen das auch gestattet. Dafür haben sie uns dann aber ab dem Ende der ersten Halbzeit auch gestattet, dass wir in Überzahl weiterspielen durften. Nachdem wir uns dann in der zweiten Halbzeit systematisch etwas besser aufgestellt haben, hat das dann auch besser geklappt – natürlich auch wegen der Überzahl; klar. Dann haben wir uns vornehmlich über die Außenpositionen Chancen erarbeitet; in aller Ruhe, in aller Gelassenheit und ohne Hektik auf dem Platz versprüht zu haben. Wir haben uns den Sieg erarbeitet und darüber sind wir sehr, sehr glücklich. Jetzt stehen wir natürlich wunderbar in der Tabelle da!“
Der Trainer der Borussia, Michael Frontzeck: „Ich denke, dass wir sehr gut im Spiel waren, doch aus unerklärlichen Gründen, die rational nicht nachzuvollziehen sind, haben wir uns dann selbst geschwächt. Wir haben dann zu zehnt in der zweiten Halbzeit weitergespielt und haben das über weite Strecken auch recht ordentlich gemacht und Hannover wenig Torchancen gestattet. Wir haben uns das, was wir uns erarbeitet haben, heute wieder selbst kaputt gemacht. Das ist eine große Belastungsprobe für alle Beteiligten, die mit Gladbach etwas zu tun haben. “