Kassel – "Ich gratuliere der Jury zu dieser kessen Entscheidung." Mit diesen Worten nahm Rocksänger Udo Lindenberg am Samstag in der Kasseler Stadthalle den ihm verliehenen Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache entgegen. Es sei "ehrenvoll", dass ihm als erstem Rocker dieser Preis verliehen wurde. Laudator Matthias Matussek lobte Lindenberg dafür, dass er mit seinen Songtexten der deutschen Sprache "ihre Lebendigkeit abgelauscht" habe.
Der von der Eberhard-Schöck-Stiftung in Baden-Baden und dem Verein Deutsche Sprache initiierte und mit 30.000 Euro dotierte Preis wird seit zehn Jahren in Kassel vergeben. Die Jury hält Lindenberg für den "einflussreichsten und erfolgreichsten deutschen Rockmusiker der letzten 40 Jahre", seine Lieder hätten gezeigt, dass Rockmusik in deutscher Sprache erfolgreich sein könne.
Im Jahre 1972 veröffentliche Lindenberg sein erstes deutschsprachiges Album "Daumen im Wind", auf dem unter anderem der Hit "Hoch im Norden" enthalten war. Er sei damals "ausersehen worden", als erster die deutsche Sprache in der Rockmusik zu verwenden, sagte Lindenberg. Für den Preis bedankte er sich unter anderem mit einer Darbietung seines Hits "Hinterm Horizont gehts weiter". (dapd)
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