Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel
07.12.2008
Dublin – Einen Tag nach dem internationalen Rückruf dioxinbelasteten irischen Schweinefleischs haben die Behörden Hinweise auf die Ursache der Verseuchung gefunden. Das möglicherweise Krebs auslösende Dioxin sei bei einem Futtermittelhersteller in die Nahrungskette geraten, bei dem Industrieöl in das Schweinefutter gelangt sei, teilte die irische Behörde für Lebensmittelsicherheit am Sonntag in Dublin mit.
Zunächst seien nur zehn Prozent der Schweinefleischproduktion von der Verunreinigung betroffen gewesen, hieß es weiter. Bei der Weiterverarbeitung sei das belastete Fleisch aber mit anderem vermischt worden, was zu der umfassenden Verseuchung geführt habe, die auch die Exporte betreffe.
Wegen erhöhter Dioxin-Werte hat das Berliner Verbraucherschutzministerium deutsche Lebensmittelhändler aufgefordert, Fleisch aus Irland vorsorglich vom Markt zu nehmen. Ob und in welchem Umfang verseuchtes Fleisch nach Deutschland gelangte, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Deutschland importierte im vergangenen 9.000 Tonnen Schweinefleisch aus Irland.
Der irische Schweinezüchterverband sprach von einer Katastrophe. „Es hätte nicht zu einem ungünstigeren Zeitpunkt als den Wochen vor Weihnachten kommen können“, sagte ein Verbandssprecher, Tim Cullinan, im irischen Rundfunksender RTE. „Es ist ein Alptraum.“ (AP)
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