Aktuelle Nachrichten – Sport
06.12.2009
Hamburg – Im Ermittlungsverfahren gegen Sportwettenbetrüger führen Spuren offenbar auch in die Erste Bundesliga. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, soll ein Hauptverdächtiger bis kurz vor seiner Verhaftung Verbindungen zu einem Profi aus Osteuropa gehabt haben. Der Fußballer, der bis heute aktiv sei, habe bei dem Wettbürobetreiber 30.000 Euro Schulden gehabt. Sowohl der hauptverdächtige 34-Jährige als auch der Fußballprofi sollen schon 2006 in einem Ermittlungsverfahren in Süddeutschland aufgetaucht sein.
Der „Spiegel“ zitierte zudem aus Ermittlungsakten, nach denen bei einem Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem FC Oberneuland Bremen und dem FC St. Pauli II (0:2) am 19. September die Mannschaft der Gastgeber eigene Wetten auf den Gegner platziert haben sollen.
Die Geschäftsführerin des FC Oberneuland zeigte sich von den Ermittlungen nicht überrascht, schreibt das Blatt. Sie habe während des Spiels einen anonymen Anruf erhalten, dass die Partie verschoben sei, sagte sie. Zwei Tage später habe sie den Verdacht beim Deutschen Fußball-Bund gemeldet, doch dort habe das Frühwarnsystem der Wettüberwacher keine Auffälligkeiten registriert. Daraufhin habe sie jeden Spieler eine eidesstattliche Versicherung unterschreiben lassen, nicht auf diese Partie gewettet zu haben. (AP)
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