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Staatsanwalt - Juschtschenko wurde vorsätzlich vergiftet

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09.02.2005

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko von seiner Frau Kateryna und Sohn Taras begleitet beim Verlassen der österreichischen Klinik Rudolfinerhaus am 12. Dezember 2004. (Bild von MARKUS LEODOLTER/AFP/Getty Images)
Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko von seiner Frau Kateryna und Sohn Taras begleitet beim Verlassen der österreichischen Klinik Rudolfinerhaus am 12. Dezember 2004. (Bild von MARKUS LEODOLTER/AFP/Getty Images)

Wien - Der neue ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko ist nach Angaben des leitenden Staatsanwalts im September vorsätzlich mit Dioxin vergiftet worden.

"Es besteht kein Zweifel, dass es eine geplante Tat war, an der vermutlich mehrere Mitglieder der Regierung beteiligt waren", sagte Swjatoslaw Piskun einem Vorabbericht der österreichischen Zeitung "Der Standard" (Donnerstagausgabe) zufolge. Das Gift sei dem damaligen Oppositionsführer möglicherweise am 5. September bei einem Essen mit mehreren ukrainischen Geheimdienst-Mitarbeitern verabreicht worden.

Piskun hatte sich in Wien mit den Ärzten getroffen, die Juschtschenko behandelt und die Dioxinvergiftung diagnostiziert hatten. Die Ärzte bestätigten die Annahmen des Staatsanwalts bezüglich des vermuteten Zeitpunkts der Tat. Das Gesicht des 50-jährigen Juschtschenkos ist seit der Vergiftung stark angeschwollen und mit Pusteln übersät.

Juschtschenko war nach Massenprotesten wegen Wahlbetrugs durch Anhänger des pro-russischen Kandidaten Viktor Janukowitsch letztlich als Sieger aus der Präsidentschaftswahl in der Ukraine hervorgegangen. (Reuters)

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