Aktuelle Nachrichten – Menschen & Meinungen
19.09.2007
Hamburg – Star-Regisseur Fatih Akin (“Gegen die Wand“) hält in Deutschland eine intensivere Auseinandersetzung mit anderen Kulturen für dringend erforderlich. „Es ist eine notwendige Aufarbeitung der Gegenwart“, sagte der 34-Jährige der Nachrichtenagentur AP in Hamburg. Weil die Deutschen immer weniger Kinder bekämen und immer mehr Migranten im Land lebten, habe die Bundesrepublik keine andere Wahl, als sich damit zu befassen.
Der deutsch-türkische Regisseur zeigte sich froh, dass sein Film „Auf der anderen Seite“ als deutsche Oscar-Nominierung ins Rennen geht. In der Vergangenheit befassten sich die deutschen Kandidaten oft mit den Nationalsozialisten und der Zeit der innerdeutschen Teilung. „Die Nazis sind out“, sagte Akin. Heute gehe es um andere Konflikte – nicht nur in Deutschland. „Ich denke, das ist auch ein sehr amerikanisches Thema.“ Akins neuer Film „Auf der anderen Seite“ ist der zweite Teil seiner Trilogie „Liebe, Tod und Teufel“. Er kommt am 27. September in die Kinos. (AP)
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