Aktuelle Nachrichten – International
01.08.2007
Berlin – Der deutsche Star-Regisseur Roland Emmerich hat die Nase von Amerika voll. „Ich halte die Oberflächlichkeit nicht aus. Es ist leider so – die meisten Amerikaner sind nervtötend oberflächlich“, sagte der der 51-Jährige in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Zeitschrift „Vanity Fair“. Emmerich, der seinen größten Erfolg mit dem Blockbuster „Independence Day“ feierte, arbeitet seit Anfang der 90er Jahre in Hollywood.
„Die Amerikaner erfüllen auch die anderen Klischees“, sagte er der Zeitschrift. „Sie sind herzlich, kommen auf dich zu und reden mit dir. Aber das waren die Clinton-Jahre, da war ein gewisser Geist zu spüren.“ Damals sei jemand „Intelligentes“ im Weißen Haus gewesen. „Die letzten Jahre war das nicht so.“
Emmerich kritisierte auch den Trend in Hollywood, von erfolgreichen Filmen Fortsetzungen zu drehen. Meist käme nichts Gutes dabei heraus. Trotzdem könnten die Einspielsummen alle Erwartungen übertreffen. „Das zeigt den Studios, dass Qualität keine Rolle spielt.“
Der deutsche Film stehe dagegen sehr gut da. „Zum Beispiel Filme wie 'Der Untergang' oder 'Das Leben der Anderen'. Besser als das geht es gar nicht“, sagte der in Stuttgart geborene Filmemacher. (AP)
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