Ein starkes Erdbeben hat am Mittwoch zahlreiche Inseln im Südpazifik erschüttert, insbesondere im Inselstaat Salomon-Inseln, südöstlich von Neuguinea. Ein Geologe der australischen Erdbebenwarte sagte dem Radiosender "ABC News", es sei wahrscheinlich eine 90 Zentimeter hohe Tsunami-Welle generiert worden. Diese Angabe basiere allerdings nur auf theoretischen Berechnungsmodellen.
Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Der Tsunami war nach einem Seebeben um 12:12 Uhr mittags Ortszeit (2:12 Uhr deutscher Zeit) mit einer Stärke zwischen etwa 7,5 und 8,0 ausgelöst worden. Unmittelbar danach wurde von mehreren Erdbebenwarten eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Neben den Salomonen galt die Warnung unter anderem auch für Fidschi, Papua-Neuguinea, die Cook-Inseln, Kiribati und Nauru. Für die australische Küste soll keine realistische Gefahr bestehen. In der nur gering besiedelten Insellandschaft bebt die Erde öfter. Im April 2007 waren bei einem Erdbeben der Stärke 8,1 dutzende Menschen auf den Salomonen ums Leben gekommen und mehrere Dörfer zerstört worden. Damals war eine Tsunami-Welle mit einer Höhe bis zu 5 Metern generiert worden. Die Insel Ranongga wurde durch das Beben damals etwa drei Meter angehoben.
(dts Nachrichtenagentur)
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