Aktuelle Nachrichten – Unternehmen
26.02.2009
Ludwigshafen – Nach einem Einbruch des Geschäfts im vierten Quartal 2008 hat der Chemiekonzern BASF einen Abbau von weltweit mindestens 1.500 Stellen angekündigt. Wie Vorstandschef Jürgen Hambrecht am Donnerstag in Ludwigshafen mitteilte, soll der Arbeitsplatzabbau bis Jahresende abgewickelt werden. Der Konzern werde weniger profitable Anlagen und auch Standorte schließen.
Betroffen seien etwa Standorte für die Herstellung von Lackprodukten in den USA, Asien und Europa sowie Anlagen zur Herstellung von Kunststoffvorprodukten in Asien. Der Umsatz übertraf 2008 nach Konzernangaben den Vorjahreswert um 8 Prozent und stieg auf 62,3 Milliarden Euro. Wesentlich dafür seien Preissteigerungen in allen Bereichen gewesen. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen sei bis ins vierte Quartal auf Rekordkurs gewesen, habe zum Jahresschluss aber mit knapp 6,9 Milliarden Euro 10 Prozent unter dem Spitzenwert des Jahres 2007 gelegen.
Für 2009 erwarte die BASF auch unter Einbeziehung der Akquisition von Ciba und Revus Energy einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr und einen noch deutlicheren Rückgang des Ergebnisses der Betriebstätigkeit. Dieses werde zusätzlich durch Kosten für die Integration der neu erworbenen Gesellschaften belastet.
„2009 wird ein Jahr voller Herausforderungen werden, wie wir sie noch nicht erlebt haben“, sagte Hambrecht. Nach dem Einbruch des weltweiten Geschäfts im vierten Quartal 2008 habe sich die Nachfrage nach chemischen Produkten seit Beginn des Jahres 2009 nicht belebt. Eine Trendwende sei derzeit nicht in Sicht. Die Lage auf den Absatzmärkten habe sich vielmehr weiter verschärft. Die Chemieindustrie schrumpfe weiter. (AP)