Frankfurt/Main – Die Gefahren des Rauchens sind vielen Menschen bekannt, dennoch kommen die meisten nur sehr schwer von ihrem Laster los. Dabei werden beim Rauchen mehr als 4.000 Stoffe eingeatmet, von denen viele Krebs erregend oder giftig sind. Dazu zählen neben Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid auch Arsen, Blausäure, Benzol, Formaldehyd oder Schwefelsäure. Der Körper wird nach Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anhaltend mit diesen Schadstoffen belastet und leidet permanent unter Sauerstoffmangel. Rauchen gilt als die wichtigste vermeidbare Einzelursache für einen frühen Tod.
Es führt zu körperlicher Abhängigkeit vom Nikotin: Bei Entzug kann der Körper beispielsweise mit Kopfschmerzen, Schwindel, Hitzewallungen, Magenbeschwerden oder Unruhe reagieren. Daneben äußert sich psychische Abhängigkeit etwa darin, dass in bestimmten Situationen nur schwer auf den blauen Dunst verzichtet werden kann.
Als kurzfristige gesundheitliche Folgen nennt die Bundeszentrale unspezifische Herz-Kreislauf-Störungen, erhöhte Infektanfälligkeit, verminderten Geschmacks- und Geruchssinn sowie verzögerte Wundheilung und vorzeitige Hautalterung. Als dramatisch stuft die Behörde die Langzeitfolgen ein: So besteht für Raucher den Angaben zufolge statistisch ein doppelt so hohes Risiko, an Krebs zu erkranken. Für starke Raucher besteht sogar ein vier Mal so großes Risiko. Außerdem ist das Rauchen einer der Hauptfaktoren für Arterienverkalkung und chronische Bronchitis. Allein im Jahr 2005 starben nach Angaben des Statistischen Bundesamts mehr als 42.000 Menschen den Folgen des Rauchens.
Darüber hinaus kann das Rauchen Potenzprobleme bei Männern und Fruchtbarkeitsstörungen sowie den vorzeitigen Beginn der Wechseljahre bei Frauen auslösen. Rauchen in der Schwangerschaft erhöht zudem das Sterblichkeitsrisiko des ungeborenen Kindes um 150 Prozent und ist die Ursache für 15 Prozent aller Frühgeburten, wie die Bundeszentrale erklärt.
Gefahren gehen auch vom Passivrauchen aus. Den Angaben zufolge ziehen von der Spitze der Zigarette rund drei Viertel des Rauches mit seinen gefährlichen Substanzen in die Umgebung. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe sterben allein über 3.300 Menschen jährlich an den Folgen des Passivrauchens.
http://www.bzga.de
http://www.krebshilfe.de (AP)
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