Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
09.11.2009
Frankfurt/Main – Wenn Heranwachsende Alkohol trinken, sind die negativen Wirkungen wesentlich schlimmer als bei Erwachsenen. Insbesondere die Entwicklung des Gehirns wird durch den Konsum von Alkohol massiv beeinträchtigt. Dabei reicht schon die Hälfte der Menge des Alkohols, der bei Erwachsenen Schäden verursacht, wie es in einem Bericht der American Medical Association (AMA) heißt.
Jugendliche Alkoholkonsumenten schneiden im Vergleich zu abstinenten Gleichaltrigen bei zahlreichen Tests der Gehirnleistung schlechter ab. Am deutlichsten ist der Unterschied laut AMA beim Abrufen von verbalen und nonverbalen Informationen. Hier liegt der Unterschied zwischen Trinkern und Nicht-Trinkern bei zehn Prozent. Jugendliche Alkoholkonsumenen sind schlechter in der Schule, werden eher sozial auffällig, neigen eher zu Depressionen, Selbstmordgedanken und Gewalttätigkeit.
Alkohol beeinträchtigt zudem den Schlafrhythmus und hat damit negative Auswirkungen auf die Produktion von Hormonen, die für Wachstum und Reifung wichtig sind. Schon bei jugendlichen Trinkern besteht ein deutlich erhöhtes Risiko von Schlaganfällen.
Im Gegensatz zum Konsum anderer Rauschmittel gibt es zudem beim Alkohol nicht das Phänomen des Herauswachsens, also die Tatsache, dass mit zunehmendem Alter der Konsum häufig zurückgeht oder ganz eingestellt wird: Wer schon als junger Mensch viel trinkt, wird auch als Erwachsener mit großer Wahrscheinlichkeit ein Alkoholproblem haben. (AP)
http://www.ama-assn.org/
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