Auto und Verkehr - Aktuelle Nachrichten – Straßen werden durch Abwrackprämie sicherer – Joachim Sondermann
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Aktuelle Nachrichten – Auto + Verkehr

Gesellschaft für Technische Überwachung Straßen werden durch Abwrackprämie sicherer

Joachim Sondermann

15.09.2009

Durch die Abwrackprämie verschwanden zwei Millionen Autos im Durchschnittsalter von 14 Jahren von den Straßen. (AP Photo/Ferdinand Ostrop)
Durch die Abwrackprämie verschwanden zwei Millionen Autos im Durchschnittsalter von 14 Jahren von den Straßen. (AP Photo/Ferdinand Ostrop)

Frankfurt/Main – Die deutschen Straßen werden nach Einschätzung von Experten durch die Abwrackprämie gleich in zweierlei Hinsicht sicherer. Zum einen verschwänden zwei Millionen Autos im Durchschnittsalter von 14 Jahren von den Straßen, die teils erschreckende Mängel aufwiesen, erklärte die Gesellschaft für Technische Überwachung am Dienstag bei der Autoschau IAA in Frankfurt am Main. Zum anderen wiesen die neuen Autos durchweg einen höheren technischen Sicherheitsstandard auf.

Mit der Verschrottung von zwei Millionen Autos verschwinden nach den Berechungen der GTÜ rund 4,5 Millionen Mängel von den Straßen. Und moderne Sicherheitssysteme wie ABS, Airbag oder Elektronik zur Unterstützung der Fahrstabilität seien heute fast durchweg serienmäßig eingebaut. Bei der derart alten Fahrzeugen seien sie aber allenfalls selten zu finden, erklärte die GTÜ.

Zugleich senke moderne Motoren- und Abgastechnik in den geförderten Pkw den Spritverbrauch und den Schadstoffausstoß deutlich, unterstrich GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi. Bei den zwei Millionen Neufahrzeugen liege der Verbrauch und der CO2-Ausstoß um rund 20 Prozent niedriger als bei den abgewrackten Autos.

Über 17 Prozent aller Autos mit schweren Mängeln

Insgesamt hat sich die Zahl der problematischen Fahrzeuge auf den Straßen nach den Berechnungen der GTÜ wenig geändert. Im ersten Halbjahr 2009 wiesen nach den Angaben des Stuttgarter TÜV-Konkurrenten bei der Hauptuntersuchung 17,4 Prozent aller Autos erhebliche Mängel bis hin zur Verkehrsunsicherheit auf, praktisch unverändert zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt waren 52 Prozent aller Autos mit Mängeln unterwegs, das seien zwei Prozentpunkte weniger als im ersten Halbjahr 2008. An erster Stelle standen mit 24,3 Prozent Mängel an Elektrik und Beleuchtung. Mit 18,1 Prozent fuhr fast ein Fünftel aller Autos mit Mängeln an den Bremsen.

Qualitätssprung beim VW Golf V

Bei der Qualität der Gebrauchtwagen holen die deutschen Marken nach Einschätzung der GTÜ inzwischen wieder auf. Zwar hätten bei Klein- und bei Kompaktwagen weiterhin japanische Modelle die Nase vorn, erklärte die Prüforganisation. Doch kam im neu erschienenen „Gebrauchtwagenreport 2010“ beispielsweise der VW Golf V bei den ein- bis dreijährigen Kompakten auf Rang zwei hinter dem Toyota Prius. Das sei ein Quantensprung in Sachen Qualität gegenüber dem Vorgängermodell Golf IV, das abgeschlagen auf dem letzten Platz gelandet sei. Bei den Kleinwagen siegte der Nissan Note. Dem Ford Fiesta gelang den Angaben zufolge der Sprung auf Platz drei dieser Liste.

In der Mittelklasse gingen laut GTÜ Gold und Silber an die Schweden und Engländer. Saab zog mit dem 9-3 knapp am Vorjahressieger Jaguar X-Type vorbei. Als erster deutscher Hersteller konnte sich Audi mit dem A4 auf dem sechsten Platz behaupten.

In der Oberklasse teilen die Deutschen die Spitzenplätze unangefochten unter sich auf. Dem VW Phaeton gelang erneut der Sprung auf Rang eins des Rankings, gefolgt vom BMW 7er und Audi A6.

VW EOS Platz eins bei den Cabrios

Der VW Eos übernahm in der Kategorie Sportwagen/Cabrios erstmals die Führung. Ford Focus Cabrio und Mazda MX-5 belegten die Plätze zwei und drei.

Spitze in der Klasse der Van und Kompaktvan ist nach der Auswertung der Prüforganisation der Skoda Roomster, gefolgt von Seat Altea und Mazda 5 auf den Rängen zwei und drei. Bei den SUV und Geländewagen verteidigen die Japaner mit dem Subaru Forester nach wie vor den Spitzenplatz, doch Porsche Cayenne und BMW X3 sicherten sich die Folgeplätze. (AP)

 

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