Lissabon (apn) Aus Protest gegen die Sparpläne der Regierung sind die portugiesischen Eisenbahner am Dienstag in Streik getreten. Auch die Fährverbindungen und zahlreiche Buslinien wurden bestreikt. Im Großraum Lissabon kam es am Morgen zu zahlreichen Staus, weil Pendler aus dem Umland mit dem Auto zur Arbeit fahren mussten. Der U-Bahn-Betrieb in der Hauptstadt selbst war von dem Streik allerdings nicht betroffen, auch einige Busse fuhren.
Die sozialistische Regierung hatte im März ein Sparprogramm vorgelegt, um sein Haushaltsdefizit von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wieder unter Kontrolle zu bringen. Dazu sollen Sozialausgaben gekürzt, Steuererleichterungen für bestimmte Gruppen abgeschafft und die jährlichen Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst unter der Inflationsrate gehalten werden. Zudem will das Finanzministerium durch Privatisierung von Staatseigentum sechs Milliarden Euro Schulden abbauen. Das Sparprogramm ist auf vier Jahre angelegt. (AP)
Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.
Nicht nur Griechenland muss sparen
(14.04.2010)
Parlament in Portugal billigt Sparhaushalt der Regierung
(13.03.2010)