Berlin – Bauherren müssen ab Herbst strengere Anforderungen an Dämmung und Heiztechnik erfüllen. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch die Reform der Energieeinsparverordnung. Damit solle der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt werden, erklärte Bauminister Wolfgang Tiefensee (SPD).
Da gleichzeitig die staatliche Förderung für energieeffizientes Bauen aufgestockt werde, lohnten sich die Investitionen auch wirtschaftlich. „Damit haben die Menschen nicht nur komfortablere Wohnungen, sondern auch niedrigere Heizkostenrechnungen“, unterstrich Tiefensee.
Mit der Novellierung wird ein 2007 im „Integrierten Energie- und Klimaprogramm“ gefasster Beschluss der Bundesregierung umgesetzt. Höhere Anforderungen gelten sowohl für Neubauten als auch auch für die Modernisierung von Altbauten. Um Bauherren Zeit zur Anpassung zu geben, tritt die Neuregelung aber erst im Herbst in Kraft.
Danach müssen begehbare Geschossdecken bis Ende 2011 gedämmt werden, wenn das Dach darüber ungedämmt ist. Nachtstromspeicherheizungen müssen ab 2020 schrittweise außer Betrieb genommen werden. Die Einhaltung der Vorschriften bei der Modernisierung von Gebäuden muss künftig durch Nachweis der Unternehmen bestätigt werden. Weitergehende Prüfvorschriften hatte der Bundesrat abgelehnt. (AP)
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