Aktuelle Nachrichten – Forschung
17.03.2009
Washington – Hochspannungsleitungen stören offenbar den inneren Kompass von Rindern, Hirschen und Rehen. Im vergangenen Jahr entdeckten Forscher der Universität Duisburg-Essen, dass die Tiere bevorzugt in Nord-Süd-Richtung grasen und ruhen. Jetzt fanden die Biologen Hynek Burda und Sabine Begall zusammen mit tschechischen Kollegen heraus, dass diese Ausrichtung am Magnetfeld der Erde aufgehoben wird, wenn sich die Tiere in der Nähe von Hochspannungsleitungen befinden.
Verlaufen diese in Ost-West-Richtung, so orientieren sich auch die meisten Kühe in dieser Richtung. Bei einer Leitungsführung nach Nordwesten und Südosten wurde hingegen eine zufällige Ausrichtung der Tiere festgestellt, wie die Duisburg-Essener Wissenschaftler am Dienstag in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ erklärten.
Die neue Studie belegt die Vorstellung von einem inneren Kompass, da auch Hochspannungsleitungen ein elektromagnetisches Feld erzeugen. Dessen Wirkungen waren umso deutlicher sichtbar, je näher die Tiere der Leitung waren. Für ihre Untersuchungen werteten die Forscher Satellitenaufnahmen auf verschiedenen Kontinenten aus.
http://www.pnas.org/ (AP)
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