Aktuelle Nachrichten – Politik und Konjunktur
05.06.2007
Berlin – Eine erfolgreiche Familienpolitik hat positive Effekte auf die Konjunktur. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach kann durch eine gezielte Förderung von Familien das Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr angehoben werden. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte, dies zeige, dass Familienpolitik auch ein Wachstumstreiber sei.
Der IW-Studie zufolge wirkt sich eine gezielte Familienpolitik über mehrere Ebenen auf die Konjunktur aus. Eine höhere Geburtenrate mildert demnach die Überalterung einer Gesellschaft und führt zu einem höheren Erwerbspotenzial. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wiederum stärkt den Arbeitsmarkt. Davon profitieren die Unternehmen durch bessere Arbeitskräfte, die Beschäftigten durch höhere Einkommen und der Staat durch mehr Steuereinnahmen.
Dies zeige, dass die Einführung des Kindergeldes und der Ausbau der Kinderbetreuung richtig waren, sagte von der Leyen. In Deutschland sei es jetzt wichtig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, damit die Erwerbstätigkeit von Müttern gefördert werde. In diesem Zusammenhang warb sie erneut für die Einführung von Betreuungsgutscheinen.
EU-Kommissar Günter Verheugen sagte, die EU sei über die jüngste familienpolitische Dynamik in Deutschland sehr erfreut. „Darauf hat Europa gewartet.“ Die EU werde über den Strukturfonds Mittel zur Verfügung stellen, damit etwa die Betreuungseinrichtungen in allen Mitgliedsländern weiter ausgebaut werden könnten. Wichtig sei es auch, Zugangssperren zum Arbeitsmarkt für Frauen zu beseitigen. So könne etwa dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.
http://www.bmfsfj.de/ (AP)
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