Menschen & Meinungen – Studie stellt Zusammenhang zwischen Macho-Verhalten und Rasen fest – DAPD
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Studie stellt Zusammenhang zwischen Macho-Verhalten und Rasen fest

DAPD

29.10.2007

Neuenburg – Eine Studie der Universität Neuenburg hat erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen dem Rasen junger Männer und dem Macho-Verhalten festgestellt. Die Studienleiterin empfiehlt, dass in der Prävention männliches Verhalten und die Geschwindigkeit voneinander losgelöst betrachtet werden sollten.

Für die Tests wurden im Labor das Geschwindigkeitsverhalten von jungen Männern analysiert, wie die Universität am Montag mitteilte. An Fahrsimulatoren wurden die 83 getesteten jungen Männer in drei Gruppen unterteilt. Jede Gruppe hörte während des acht Minuten dauernden Fahrtests Wörter männlicher, weiblicher oder neutraler Konnotation. Dabei zeigte es sich, dass die Gruppe der Fahrer, die Wörter männlicher Konnotation zu hören bekam, doppelt so schnell fuhr wie jene, die einer typisch weiblichen Konnotation ausgesetzt waren. Die Gruppe fuhr auch schneller als jene, die einer neutralen Umgebung ausgesetzt war. Damit sei zum ersten Mal der Zusammenhang zwischen Männlichkeit und Geschwindigkeit aufgezeigt worden.

Die Resultate dieser Studie sollten nun auch in die Präventionskampagnen zur Unfallverhütung einfliessen. Dabei müsste es darum gehen, Männlichkeit und Geschwindigkeit getrennt voneinander zu betrachten. Die Studienleiterin, Professorin Marianne Schmid Mast vom Institut für Arbeitspsychologie der Universität Neuenburg, regt an, dass die Werbung beispielsweise einen Automobilrennfahrer wie Michael Schumacher zeigen sollte, der mit einer normalen Geschwindigkeit auf der Strasse unterwegs sei. Dies könnte einen präventiven Effekt haben, meint sie.

Die Studie ist von besonderer Aktualität, starben doch allein über das vergangene Wochenende sieben junge Menschen bei Verkehrsunfällen und zahlreiche weitere wurden bei Geschwindigkeitsexzessen verletzt. In der Schweiz sind 2006 371 Menschen bei Strassenverkehrsunfällen getötet worden. 5.075 Menschen wurden schwer verletzt, 1.700 bleiben jedes Jahr vollständig oder teilweise invalid. (AP)

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