Aktuelle Nachrichten – Erneuerbare Energie
23.11.2006
Stuttgart – Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk dringt auf eine schnelle Umsetzung des von der EU-Kommission vorgelegten Aktionsplans für mehr Energieeffizienz. Kurz vor Beratungen der Energieminister in Brüssel über den 75-Punkte-Plan erklärte der CDU-Politiker am Donnerstag in Stuttgart, die Folge wäre eine Senkung des Primärenergieverbrauchs und damit letztlich auch eine Verringerung der C02-Emmissionen.
Nach Berechnungen von Experten ließen sich europaweit jährlich 100 Milliarden Euro einsparen und bis 2020 der C02-Ausstoß um 20 Prozent vermindern, wenn alle Vorschläge zur Erhöhung der Energieeffizienz in privaten Haushalten, in öffentlichen Einrichtungen, bei der Industrie, im Verkehr und bei der Energiepolitik umgesetzt werden. „Jeder Bürger kann auch heute schon einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und seinen Energieverbrauch senken, indem er zum Beispiel herkömmliche Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauscht oder moderne Gasentladungslampen anstatt normaler Leuchtstoffröhren verwendet“, betonte Hauk.
Wenn jeder Haushalt in Europa nur drei 60 Watt-Birnen durch moderne elf Watt Energiesparlampen austausche, ließe sich mit einem Schlag ein Großkraftwerk einsparen. Aber auch bei der Anschaffung von Elektrogroßgeräten lohne es sich aufzupassen und die vorgeschriebene Gerätekennzeichnung sorgfältig zu studieren. „Die von der EU bereits 1994 eingeführte Klassifizierung reiche von G (hoher Verbrauch) bis A (niedriger Verbrauch) und ist bei der Geräteauswahl sehr hilfreich“, erklärte der Minister. Doch erste Wahl seien inzwischen hocheffiziente Geräte, die seit 2003 offiziell mit A+ oder A++ gekennzeichnet sind.
(AP)
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