Chinesische Philosophie – Su Shi und das Gedankenmachen – Epoch Times Deutschland
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Weisheiten aus dem alten China Su Shi und das Gedankenmachen

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12.11.2008

Ruhig ohne Gedanken - nichts verloren. (Jürgen Acker/Pixelio)
Ruhig ohne Gedanken - nichts verloren. (Jürgen Acker/Pixelio)
Su Shi (1101-1037 v.Chr.), auch als Su Dongpo bekannt, war Schriftsteller, Dichter, Künstler, Kalligraph und Staatsmann in der Song Dynastie. In seinen Erinnerungen berichtet er von seinen Lebenserfahrungen:

Als ich jung war, begegnete ich einmal einem Eremiten. Dieser sprach zu mir: „Junger Mann, Du musst nah am Dao (Weg) bleiben. Darum solltest du dir so wenig wie möglich Gedanken machen und ohne Wünsche sein.“

Ich fragte ihn: „Ist das Gedanken machen denn ebenso schlimm wie das Wünschen?“ Er erwiderte: „Das Gedanken machen ist sogar noch schlimmer als das Wünschen.“

Im Hof standen zwei Töpfe voller Wasser. Der Eremit deutete auf einen von ihnen und sagte: „Wenn dieser Topf aus einem nur ameisengroßen Loch im Boden Wasser verlieren würde; und aus einem anderen Topf würdest du jeden Tag einen Liter Wasser ausgießen. Was glaubst du welcher von den Töpfen zuerst leer sein würde?“

Ich erwiderte: „Der Topf mit dem winzigen Loch.“

Der Eremit sagte: „Das Denken tut dem Menschen nicht gut, weil man dabei kaum bemerkt, dass man stetig etwas verliert.“
Da verstand ich was der Eremit mir sagen wollte und nahm mir zu Herzen, was er mir auf meinen Lebensweg mitgegeben hatte. Seither genieße ich den Segen des Nicht-Denkens und der Wunschlosigkeit.

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