Bochum – Eine aus Bienenharz gewonnene Substanz kann möglicherweise Tumore hemmen. Wissenschaftler der Universitäten Bochum und Dortmund untersuchen derzeit, ob ein Wirkstoff aus diesem Harz gegen das Neuroblastom hilft, eine bösartige Erkrankung des Nervensystems. Neuroblastome zählen zu den häufigsten Tumoren von Kindern. Vor allem im fortgeschrittenen Stadium ist diese Krebsart sehr aggressiv. Die Heilungschancen sind dann meist schlecht. Zudem wird der Tumor oft unempfindlich gegenüber einer Chemotherapie.
Die Wissenschaftler aus dem Ruhrgebiet isolierten nun aus dem Bienenharz ein Molekül mit Antitumor-Wirkung. Dieses Molekül mit dem Namen CLU-502 reguliert nach Angaben der Universität Bochum in den Krebszellen ein Onkogen herunter, welches das Wachstum des Tumors antreibt. In ersten Laborstudien tötete der Stoff Krebszellen ab, ohne dabei normale Zellen zu schädigen. Die Forscher hoffen daher, dass das potenzielle Medikament nur wenig Nebenwirkungen hat. (AP)
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