Pretoria – Südafrika erlaubt erstmals seit 1995 den Abschuss von Elefanten. Das Töten der Tiere sei eine Möglichkeit, die wachsende Population unter Kontrolle zu halten, erklärte die Regierung am Montag. Die Zahl der Elefanten stieg seit 1994 von 8.000 auf über 20.000 Tiere. Die Erlaubnis tritt am Freitag in Kraft. Tierschützer drohten, zum Boykott des Tourismus aufzurufen und rechtliche Schritte gegen die Maßnahme einzuleiten.
Die Aufhebung des Abschussverbots ist Teil einer neuen Politik der Regierung zum Management der Elefantenpopulation. Das Fangen von wilden Elefanten zu kommerziellen Zwecken wie Elefanten-Safaris soll demnach verboten werden. Umweltminister Marthinus van Schalkwyk erklärte, es würden nun auch Regelungen zum Umgang mit den ungefähr 120 in Gefangenschaft lebenden Elefanten erarbeitet. Es habe etliche Beschwerden gegeben, dass Tiere misshandelt würden.
Der Minister äußerte sich nicht dazu, wie viele Elefanten getötet werden könnten. Er erklärte lediglich, Angaben von 2.000 bis 10.000 Tieren, die von Interessengruppen genannt würden, seien übertrieben. Das Töten von Elefanten sei immer eine letzte Option und werde nur unter strengen Auflagen erlaubt. (AP)
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