Konsum – Süßwaren werden in den kommenden Monaten teurer – DAPD
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Süßwaren werden in den kommenden Monaten teurer

DAPD

11.10.2007

Schokolade bald teurer.  (AP Photo/Martin Meissner)
Schokolade bald teurer. (AP Photo/Martin Meissner)

Frankfurt/Main – Schokolade, Kekse und Gebäck werden in den kommenden Monaten teurer. Davon geht der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) angesichts nach wie vor hoher Preise für Rohstoffe, Energie und Verpackungen aus. „Die Lage hat sich weiter verschärft“, sagte der BDSI-Vorsitzende Dietmar Kendziur anlässlich der weltgrößten Lebensmittelmesse Anuga, die am kommenden Samstag in Köln eröffnet wird. Ein Ende der Teuerungswelle scheint nicht in Sicht. Die Großhandelspreise für wichtige Grundstoffe wie Eier, Getreide und Milchprodukte stiegen im September deutlich.

Die deutschen Süßwarenhersteller selbst erwarten deutliche Einbußen, da sich vor allem die gestiegenen Rohstoffkosten noch nicht in den Preisen für die Endverbraucher widerspiegelten. Von der Teuerungswelle wird nach Auskunft von BDSI-Sprecher Torben Erbrath der Großteil des Weihnachtsgeschäfts aber nicht betroffen sein. Die Verträge für Schokoladen-Nikoläuse und Lebkuchen seien schon vor längerer Zeit abgeschlossen worden, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Allerdings könne man vereinzelte Erhöhungen zum Weihnachtsgeschäft nicht ausschließen.

Der Verband forderte die Politik auf dafür zu sorgen, dass die Nahrungsmittelproduktion kalkulierbar bleibe. Derzeit sei der Preis für Lebensmittelrohstoffe in einem erheblichen Maß von der Nachfrage aus dem Bioenergiesektor und dem Öl- und Treibstoffmarkt getrieben. Die Politik sei gut beraten, nicht zu Lasten der Lebensmittelindustrie in der Förderung von Biokraftstoffen die Lösung für die Energie- und Klimaprobleme zu suchen. Ansonsten könne es langfristig zu einer bedrohlichen Verknappung der Ackerflächen für Lebensmittelrohstoffe kommen.

Preisexplosion bei Getreide, Saaten und Futtermitteln

Im Großhandel fiel der Preissprung bei Getreide, Saaten und Futtermitteln mit einem Plus von 62,9 Prozent im September gegenüber dem Vorjahr drastisch aus, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Einen kräftigen Schub gab es auch bei landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren mit einer Zunahme von 33,8 Prozent. Milch, Milcherzeugnisse, Eier und Speiseöle kosteten 18,8 Prozent mehr als im September 2006.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise für Milchprodukte im September um 5,2 Prozent, nachdem sie sich im August um 5,0 Prozent, im Juli um 2,1 Prozent und im Juni um 2,7 Prozent gegenüber dem Vormonat verteuert hatten. Für den Zeitraum seit Februar 2007 verzeichneten die Statistiker einen Sprung von 17,0 Prozent.

Auch bei Getreide, Saaten und Futtermitteln setzte sich der Trend nach oben der zurückliegenden Monate fort. Gegenüber August stiegen die Preise um 14,4 Prozent. Im August hatte der Sprung 15,1 Prozent betragen, im Juli 6,8 Prozent. Auch Mehl und Getreideprodukte waren im Großhandel im September um 3,4 Prozent teurer gegenüber August 2007.

Billiger wurden im Vergleich zum Vorjahr Obst, Gemüse und Kartoffeln (minus 2,3 Prozent). Abseits der Lebensmittel gab es zudem einen Preisrückgang bei Büromaschinen und -einrichtungen um 12,5 Prozent.

http://www.bdsi.de

http://www.destatis.de (AP)

 

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