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19.06.2010
Foto: AP Photo/Sakchai Lalit
Rangun (apn) In der Abgeschiedenheit ihres Hausarrests hat die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi am Samstag ihren 65. Geburtstag verbracht. Überall auf der Welt wurde wieder an die herrschende Militärjunta appelliert, Suu Kyi freizulassen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte in New York, er sei tief besorgt, dass die Friedensnobelpreisträgerin immer noch inhaftiert sei. Alle politischen Gefangenen in Burma müssten so schnell wie möglich und bedingungslos freigelassen werden, damit sie an den Wahlen in diesem Jahr teilnehmen könnten.
US-Präsident Barack Obama würdigte die Entschlossenheit, den Mut und die persönlichen Opfer, die Suu Kyi im Kampf für die Menschenrechte und demokratischen Wandel in ihrem Land gebracht habe. Er verwies darauf, dass Suu Kyi weltweit die einzige inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin sei. Es ist das 15. Mal in 20 Jahren, dass sie ihren Geburtstag unter Hausarrest begehen muss.
Anhänger ihrer Partei, der Nationalen Liga für Demokratie, feierten in einem Vorort Suu Kyis Geburtstag. Rund 300 Menschen kamen zu dem Fest, das von Polizisten in zivil genau beobachtet und auf Video aufgezeichnet wurde. „Es ist traurig, dass sie ihren Geburtstag nicht in Freiheit verbringen kann“, erklärte ihr Anwalt Nyan Win. Die Militärjunta erlaubte es immerhin, dass ein Geburtstagskuchen und ein Strauß Rosen zu ihr gebracht werden konnten.
Der Konflikt zwischen Suu Kyi und der Militärjunta dauert inzwischen schon 20 Jahre an. Die Nationale Liga für Demokratie gewann 1990 zwar die letzten freien Wahlen in Burma, konnte die Regierung jedoch nicht übernehmen, weil die Militärjunta das verhinderte. (AP)
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