Aktuelle Nachrichten – Klima
18.12.2008
Düsseldorf – Das Tagpfauenauge ist der Schmetterling des Jahres 2009. Die Wahl sei auf den Falter gefallen, weil an seinem Beispiel die Folgen des Klimawandels sichtbar würden, erklärten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Naturschutzstiftung des BUND Nordrhein-Westfalen am Donnerstag in Düsseldorf. Das Tagpfauenauge bildet demnach wegen der Klimaerwärmung inzwischen regelmäßig eine zweite Generation im Spätsommer aus. Dies sei früher in Deutschland nur in den wärmsten Regionen oder lang andauernden Sommern vorgekommen.
Die Falter überwintern den Angaben zufolge als ausgewachsene Schmetterlinge und sind deshalb auch im Winter auf Dachböden oder in Kellern zu finden. Ab März saugten sie an warmen Tagen Nektar an Weidenkätzchen oder Huflattich, ihre Raupen ernährten sich von Brennnesseln. Die zweite Generation schlüpft von Spätsommer bis Herbst.
Pfauenaugen gehören laut BUND zu den häufigsten Tagschmetterlingen in Deutschland und sind bis auf den hohen Norden in ganz Europa und Asien beheimatet. Seine großen Augenflecken nutzt das Tagpfauenauge als Schutz gegen Fressfeinde: Bei Gefahr klappt es die Flügel ruckartig auseinander und zeigt deren Oberseiten. Dem Fressfeind wird so vorgegaukelt, ein großes Tier blicke ihn an. Im Ruhezustand klappt der Falter die Flügel zusammen und sieht aus wie ein trockenes Blatt. (AP)
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