China News - Umwelt – Tausende Demonstranten stoppen Industrieprojekt in China – Eugene Hoshiko / AP
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – China - Umwelt

Zusammenstöße in Küstenstadt Qidong Tausende Demonstranten stoppen Industrieprojekt in China

Eugene Hoshiko / AP

29.07.2012

Auch die geballte Staatsmacht in Qidong, China, musste dem Willen des Volkes weichen.  Foto:Eugene Hoshiko/AP/dapd
Auch die geballte Staatsmacht in Qidong, China, musste dem Willen des Volkes weichen. Foto:Eugene Hoshiko/AP/dapd

 

Peking – Tausende chinesische Bürger haben mit ihren Protesten erneut ein umstrittenes Industrieprojekt gestoppt. Die Behörden in der Küstenstadt Qidong in der östlichen Provinz Jiangsu verwarfen den Plan, Abwässer aus einer Papierfabrik ins Meer zu leiten. Erst vor wenigen Wochen war der Bau einer Kupferfabrik gestrichen worden, nachdem wütende Anwohner sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert hatten.

Auch bei den Protesten am Samstag kam es zu Zusammenstößen zwischen Beamten und Demonstranten, ein Polizeiauto wurde dabei umgestürzt. Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, löste sich die Massendemonstration erst auf, nachdem die Regierung Qidongs auf ihrer Website mitgeteilt hatte, dass das Abwasserprojekt gestoppt worden sei. Hunderte Bereitschaftspolizisten wurden abgestellt, um Regierungsgebäude in Qidong zu schützen.

Über die Zukunft des Papierwerks des japanischen Unternehmens Oji Paper wurde zunächst nichts bekannt. Oji hatte am Freitag mitgeteilt, nur entsprechend örtlicher Umweltschutznormen geklärtes Wasser würde ins Meer geleitet. "Umweltschutz hat für unser Unternehmen eine hohe Priorität", hieß es in einer Erklärung.

Drei Jahrzehnte rasanter Wirtschaftsaufschwung sind in China auf Kosten der Umwelt gegangen. Doch mittlerweile gehen chinesische Bürger immer häufiger auf die Straße, um gegen umweltbedrohende Industrieprojekte der Regierung zu protestieren. Anfang des Monats stoppte die Stadt Shifang im Südwesten Chinas Pläne für eine Kupferfabrik, nachdem Tausende gegen das Projekt demonstriert hatten. (dapd)

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige
Werbung