BND-Präsident: Keine akute Gefahr durch Terror-Cyberattacken

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Der Präsident des BND, Gerhard Schindler,während des «Wirtschaftsgipfel 2015» der «Süddeutschen Zeitung»Foto: Soeren Stache/dpa
Epoch Times21. November 2015
Islamistische Terroristen sind derzeit nach Einschätzung von BND-Präsident Gerhard Schindler nicht zu digitalen Angriffen auf sensible Bereiche wie etwa Börsen in der Lage.

„Wir können es im Moment noch nicht erkennen, dass die Mittel, die Methoden, die Angriffsstrukturen so weit sind, dass das unmittelbar bevorsteht“, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendienstes am Samstag in Berlin auf dem Wirtschaftsgipfel der „Süddeutschen Zeitung“. Die Bereitschaft dazu sei aber da. Für die Zukunft könne in dem Bereich keine Entwarnung gegeben werden.

Das Internet würden die Terroristen hingegen erfolgreich zur Rekrutierung von Anhängern nutzen, sagte Schindler. „Terroristen beherrschen den Cyberraum extrem gut, was die Rekrutierung, was die Werbung für ihre Organisation anbelangt.“ So habe die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Erfolg mit einem hoch professionell gemachten virtuellen Magazin. Das zeige, dass über 700 Islamisten aus Deutschland in Richtung Richtung Syrien gereist seien und über 3500 aus Europa. Aus der ganzen Welt seien gut 28 000 verirrte Menschen dort hingegangen – unter anderem wegen dieser professionellen Reklame.

(dpa)

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