Waffen, Drogen, Handys per Drohnen: Britisches Gefängnis setzt auf ein elektronisches Abwehrsystem

Viele Gefängnisse kämpfen mit Drohnen, über die Handys, Waffen und Drogen "angeliefert" werden. Ein britisches Gefängnis setzt ab Ende Juli ein Drohne-Abwehr-System über der Haftanstalt ein.

Mit einem neuartigen Drohnenabwehrsystem will ein britisches Gefängnis heimliche Lieferungen an die Häftlinge unterbinden. Das elektronische System solle eine „unsichtbare Schutzkuppel“ über das Gefängnis der Kanalinsel Guernsey spannen, um den Schmuggel von Mobiltelefonen, Drogen und Waffen durch die Luft zu verhindern, sagte Direktor David Matthews am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

„Viele Gefängnisse haben mit Drohnen zu kämpfen“, sagte Matthews. Das genaue Ausmaß der Schmuggelaktionen sei nicht bekannt: „Wir bekommen das nur mit, wenn eine Drohne abstürzt, deswegen wissen wir nicht, wie viele erfolgreiche Lieferungen es gegeben hat.“

SkyFence-System unterbricht Kontakt zu einer Drohne

Das neue SkyFence-System solle Ende Juli über der Haftanstalt funktionsfähig sein. Nach Angaben des Herstellers Drone Defence sendet es ein elektronisches Störsignal aus, das den Kontakt zwischen Drohnen und der Steuerbasis am Boden unterbricht.

Das System werde über dem Gefängnis von Guernsey erstmals in der Praxis eingesetzt, erklärte der Hersteller. Die Kosten belaufen sich demnach auf mindestens 100.000 Pfund (117.000 Euro).

Die britische Regierung hatte vergangenen Monat ein Expertenteam zur Drohnenabwehr für die Haftanstalten eingesetzt. Es gab bereits mehrere Verurteilungen wegen Drohnenlieferungen in Gefängnisse. (afp)

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