Teheran – Der Iran ist im Atomstreit zu weiteren Gesprächen mit der Europäischen Union bereit. „Wir haben zielgerichtete Verhandlungen immer unterstützt“, sagte Mottaki am Sonntag auf die Frage, ob die Regierung neue Verhandlungen Gesprächen mit EU-Chefdiplomat Javier Solana aufnehmen wolle.
Erst kürzlich hatte Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad Verhandlungen mit der EU ausgeschlossen und erklärt, diese Frage sollte nur noch mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) besprochen werden. Teheran hat Vorwürfe zurückgewiesen, es strebe nach Atomwaffen. Man wolle vielmehr die Atomkraft für zivile Zwecke nutzen. Trotz Sanktionen der Vereinten Nationen will der Iran die Urananreicherung nicht aufgeben.
Der israelische Präsident Schimon Peres bezeichnete den Iran als größtes Problem der Welt. „Der Iran ist eine Gefahr nicht nur für Israel, sondern auch für den Rest der Welt“, sagte Peres. Das Land sei ein Zentrum des Terrorismus und entwickele Atomwaffen. Ein iranischer Atomreaktor würde die Welt nach Ansicht des Präsidenten unregierbar machen. Er fügte jedoch hinzu, Israel werde nicht im Alleingang gegen das Atomprogramm des iranischen Regimes vorgehen.
Der frühere kuwaitische Regierungsberater Sami al Faradsch erklärte, eine Zerstörung der iranischen Atomanlagen wäre im Interesse der Golfstaaten. Für die Region wäre es „weniger peinlich“, wenn Israel dies übernehme und nicht die Vereinigten Staaten. In einem Interview mit der Zeitung „Al Sijassah“ sagte Al Faradsch, das iranische Regime mische sich im Irak, im Libanon und in den palästinensischen Gebieten ein und treibe einen Keil zwischen Sunniten und Schiiten. (AP)