Trends – Teiche als Bestandteil ganzheitlicher Landwirtschaft – Nancy McDonnell
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Trends

Wasser-Ökosysteme im Trend + Bildergalerie Teiche als Bestandteil ganzheitlicher Landwirtschaft

Nancy McDonnell

26.06.2012

Teichidylle im Sommer.  Foto: Karl Heinz Liebisch / pixelio.de
Teichidylle im Sommer.

Foto: Karl Heinz Liebisch / Pixelio

 

Teiche im Garten sind äußerst beliebt und vielseitig verwendbar. Der eine freut sich über Seerosen und Wasserlilien, der andere lässt ein paar Goldfischlein schwimmen. Eine Wasserstelle auf dem Grundstück zu haben, ist immer von Vorteil. Zum einen gibt es den Gartenteich, der zur Zierde des Grundstücks angelegt wird und eher klein ausfällt. Zum anderen wird derjenige, der sich Nutztiere hält, eine durchaus größere Variante bevorzugen, die gleichzeitig als Trink- und Badequelle für Federvieh und dergleichen oder zur Fischzucht dienen kann. Selbst wer nur Enten hat, kommt ohne Teich nicht aus.

Je größer und tiefer der Teich angelegt wird, desto besser. Größere Teiche unterliegen geringeren Temperaturschwankungen und je größer und tiefer der Teich angelegt wird, umso besser ist das ökologische Gleichgewicht.

Zum Abdichten des Teichs wird herkömmlicherweise Teichfolie benutzt. Will man sich Fische halten, muss die Folie gut mit Muttererde bestückt werden, damit Pflanzen wachsen können. 60-80 Zentimeter Tiefe sollten bei einem Teich gewährleistet sein, um eine vielfältige und stabile Teichlebensgemeinschaft, die auch überwintern kann, zu beherbergen.

Wasser-Ökosysteme sind auf eine natürliche Weise stabil ausbalanciert. In ihnen kann eine Fischart mit dem gesamten Querschnitt der tierischen und pflanzlichen Wasserwelt gemeinsam existieren.

Für alle, die eine größere, landwirtschaftlich nutzbare Fläche zur Verfügung haben, schreibt John Seymour in seinem „Neuen Buch vom Leben auf dem Lande" von einer ganz besonderen Art der ganzheitlichen Landwirtschaft:

Im 16. Jahrhundert schrieb ein englischer Dichter namens John Taverner, dass man große, flache Teiche von einem Meter Tiefe oder mehr anlegen solle, die man in einem Jahr trockenfallen lässt und im nächsten Jahr mit Wasser füllt. Die trockene Teichfläche ließe man von Rindern beweiden, in die gefüllte setze man Karpfen. Auf den vom Teich hinterlassenen Flächen wüchse aufgrund der fruchtbaren Rückstände üppiges Gras. Die Karpfen profitierten vom Viehdung. Dies ist die perfekte, ganzheitliche Annäherung an die Landwirtschaft. Man sollte mindesten zwei Teiche haben, sodass einer stets mit Fischen bestückt, der andere trocken sein kann. Der Fischteich wird im späten Herbst abgelassen und die fetten Fische kommen in einen kleineren Teich in der Nähe des Hauses. In den neu gefluteten Teich kommen viele junge Fische.

Weiterhin schreibt Seymour über die Gattung der Karpfen: Die vegetarisch lebenden Karpfen sind gesund, schnellwüchsig und können in stehenden Gewässern existieren. Sie ernähren sich zur Hälfte vom natürlichen Angebot des Gewässers; als Zufutter dient Stalldung oder kompostierbares Pflanzenmaterial, das ins Wasser geworfen wird. Diese Stoffe werden von Bakterien umgewandelt und dienen dem Karpfen als Nahrung. Man kann auch Hafermehl, Gerste, Treber (Rückstand vom Mälzen) und andere ähnliche Futtermittel zugeben.

Wenn man bedenkt, dass Fische hervorragende Eiweißlieferanten für die menschliche Ernährung sind (sie liefern hochwertigere Proteine als andere Arten), könnte man durchaus einmal die eigene Nutztierhaltung überprüfen.

 

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

 
Anzeige
Anzeige