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Terrorverdächtige sollen Hassprediger-Moschee besucht haben

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18.09.2007

Frankfurt/Main – Die im Sauerland festgenommenen Terrorverdächtigen haben nach einem Bericht von „Report Mainz“ Kontakt zu einem Hassprediger gehabt. Der mutmaßliche Bombenbauer Fritz G. und zwei weitere Kundschafter hatten dem SWR-Magazin zufolge in der afghanischen Moschee von Said Khobaid Sadat in Frankfurt am Main das Opferfest gefeiert, bevor sie im nahegelegenen Hanau die US-Kaserne ausspionierten. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft wollte sich mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zu dem Bericht äußern.

Imam Sadat wird „Report Mainz“ zufolge vom hessischen Verfassungsschutz als Hassprediger eingestuft. Er unterhalte enge Beziehungen zu dem afghanischen Kriegsherrn und scharfen Gegner der Regierung in Kabul, Gulbudin Hekmatyar, berichtete das Magazin. Der Imam selbst wies die Vorwürfe im hr-Fernsehen zurück und sprach von einer Intrige gegen ihn. Seine Gemeinde habe das Opferfest an Silvester 2006 in einer anderen Moschee gefeiert.

Die hessischen Behörden versuchen seit Jahren, den afghanischen Staatsangehörigen auszuweisen. „Unser Ziel ist es, dass der Aufenthalt so schnell wie möglich beendet wird“, sagte der Sprecher des hessischen Innenministeriums, Michael Bußer, auf AP-Anfrage. Gegen den Mann, der seit über zehn Jahren die Gerichte beschäftigte, gibt es demnach eine seit 25. Oktober 2005 gültige Ausweisungsverfügung. Sadat habe dagegen aber mehrfach Rechtsmittel eingelegt. Der hessische Innenminister Volker Boufier (CDU) sagte dem hr-Fernsehen, das Verfahren werde weiter betrieben. Sadats Predigten seien nicht tolerabel.

Am 17. Oktober steht ein Termin beim Verwaltungsgericht Darmstadt an. Ein Strafverfahren gegen Sadat wegen des Vorwurfs, Hetzpredigten zu halten, wurde nach diesen Angaben 2005 wegen Mangels an Beweisen eingestellt. (AP)

 

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