Aktuelle Nachrichten – Deutschland
20.11.2011
Karlsruhe – Nun können alle vier Waffen im Zusammenhang mit den Polizistenmorden von Heilbronn der Zwickauer Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)" zugerechnet werden. Die Bundesanwaltschaft teilte am Samstag mit, dass auch die zweite Tatwaffe, die bei den Polizistenmorden 2007 eingesetzt wurde, in der ausgebrannten Zwickauer Wohnung gefunden wurde. Zuvor war dort auch die andere Tatwaffe sichergestellt worden, mit der die Polizistin Michéle Kiesewetter im April 2007 ermordet wurde.
Bereits am 4. November waren die beiden Dienstwaffen der Heilbronner Polizisten bei der Terrorzelle sichergestellt worden. Diese hatten sie den Beamten bei dem Mordanschlag neben anderen Einsatzgegenständen entwendet. Sie lagen in dem Wohnmobil, in dem sich die mutmaßlichen Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach ihrem letzten Banküberfall selbst erschossen.
Der Mordanschlag auf die beiden Polizisten in Heilbronn konnte viereinhalb Jahre lang nicht aufgeklärt werden. Michéle K. und ihr Kollege waren von zwei Tätern mit gezielten Kopfschüssen niedergestreckt worden. Die 22-jährige Polizistin starb, ihr Kollege überlebte schwer verletzt. Der Polizeibeamte konnte sich aufgrund seiner schweren Verletzungen später an nichts mehr erinnern.
Erst aufgrund der Waffenfunde im Wohnmobil und in der Zwickauer Wohnung werden die Mordanschläge jetzt der rechtsterroristischen NSU zugeschrieben.
(dapd)
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