Foto: Roberto Pfeil/AP Photo
München – Wer sich trotz Krankheit zur Arbeit schleppt, schadet seiner Firma mehr als mit einem gelben Schein. Die Mitarbeiter sind dann oft nur eingeschränkt einsatzfähig, machen häufiger Fehler und sind anfälliger für Unfälle. Wahrscheinlich dauert dann auch die Genesung länger. Kuriert sich der Arbeitnehmer nicht aus, kann die Krankheit sogar chronisch werden. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Strategieberatung Booz & Company, bei der Zahlen zu Fehlzeiten und Arbeitnehmergehältern aus dem Jahr 2009 analysiert wurden.
Laut Studie entstehen den Firmen pro Jahr für jeden Mitarbeiter, der krank ins Büro kommt, Kosten von durchschnittlich 2.398 Euro. Diese sind deutlich höher als die Kosten für die tatsächlichen krankheitsbedingten Fehlzeiten von im Schnitt 1.199 Euro jährlich pro Arbeitnehmer. Hochgerechnet auf alle deutschen Unternehmen fielen so 2009 Kosten in Höhe von etwa 129 Milliarden Euro an. Für die deutsche Volkswirtschaft bedeutet das laut dieser Untersuchung, dass ihr jährlich bis zu 225 Milliarden Euro und damit 9 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts durch kranke Arbeitnehmer entgehen.
(dapd)
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