Dow Jones News – Thomson Reuters ONE/Pressemitteilung des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. zur Diskussion über die hohen Managerbezüge bei VW. – Dow Jones
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Thomson Reuters ONE/Pressemitteilung des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. zur Diskussion über die hohen Managerbezüge bei VW.

Dow Jones

21.02.2013

 
Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. / 
Pressemitteilung des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft e.V. zur Diskussion 
über die hohen Managerbezüge bei VW. 
. Verarbeitet und übermittelt durch Thomson Reuters ONE. 
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. 
 
Managerbezüge haben andere Ursachen als Löhne für ,normale' Arbeitnehmer 
Managerbezüge setzen sich aus drei Faktoren zusammen: 
 1. Strategische Ausrichtung. Diese wird vom Top-Management festgelegt. 
 2. Festlegung des Produktportfolios. Mit welchen Produkten soll der Markt 
    bedient werden. 
 3. Festlegung der Märkte. Welche Märkte sollen bearbeitet werden. 
Sind diese drei wesentlichen Entscheidungenrichtig gefällt worden kann die 
Nachfolgeorganisation sehr erfolgreich sein; sind diese drei Entscheidungen 
falsch gefällt, kann die Nachfolgeorganisation trotz aller Anstrengungen nicht 
erfolgreich sein. Solche Entscheidungen können durchaus mehr als 300 Mal so viel 
wert sein, wie die Arbeit oder Entscheidung nachgeordneter 
Organisationsmitglieder. 
 
Angemessenheit bestimmt die Lohnhöhe 
Löhne unterhalb der Geschäftsleitung oder des Vorstandes  werden bestimmt durch 
die in einer Arbeit oder Dienstleistung innewohnende Verwertbarkeit und 
Verkäuflichkeit. Ist eine Arbeit oder ein Produkt nicht verkäuflich, ist der 
Wert der Arbeit oder des Produktes ökonomisch gleich Null. Daran ändert auch die 
einer Arbeit innewohnende Leistung nichts. 
Der ethisch korrekte Begriff für Lohnhöhe ist somit Angemessenheit. Diese 
entsteht durch zwei Faktoren: zunächst durch den Marktwert einer Arbeit. Dieser 
wird durch die Menge der Anbieter und die Menge der Nachfrage nach dieser Arbeit 
bestimmt. Der zweite Faktor ist der Nutzen, oder um es mit heutiger Terminologie 
zu sagen: der Wertschöpfungsbeitrag.  Erwirtschaftet also ein Mitarbeiter sehr 
großen Nutzen für ein Unternehmen, und der Gewinn geht an ihm vorbei, dann ist 
es richtig, dagegen zu opponieren, denn die Entlohnung ist unangemessen. 
 
Die Höhe eines Lohns muss hinterfragt werden dürfen. 
Wir sind historisch etwas blauäugig Karl Marx auf den Leim gegangen, der die 
Überzeugung vertrat, Leistung müsse die Ursache für Entlohnung sein. Wäre das 
Leistungsprinzip tatsächlich Grundlage der Entlohnung, dann bekämen die meisten 
Menschen viel zu geringe Löhne und gleichzeitig viele Menschen zu hohe Löhne. So 
wäre vor dem Hintergrund der Leistung nahezu jeder Vorstandsbezug zu hoch. Da 
jedoch nicht die Leistung, sondern die Verkäuflichkeit den Wert eines Produktes 
oder einer Dienstleitung bestimmt, sollten wir auch die wahren Ursachen der 
Entlohnung prüfen, um eine angemessene Entlohnung sicher stellen zu können. 
So ist es richtig und redlich, bei geringen und hohen Gehältern gleichermaßen 
die Angemessenheit zu hinterfragen. Hone Managerbezüge sind nicht automatisch 
unangemessen und Geringverdiener erhalten nicht automatisch unangemessene Löhne. 
Sind die Bezüge eines Spitzenmanagers jedoch unangemessen hoch, dann folgt 
daraus, dass die Entlohnung von Geringverdienern ebenfalls unangemessen ist, ja 
sein muss, denn durch die unangemessen hohen Bezüge steht dem Unternehmen 
weniger Geld zur Verfügung, um es angemessen an den Rest der Belegschaft 
verteilen zu können. 
Ein Unternehmen muss also die Angemessenheit von Bezügen nachweisen können. 
Arbeitnehmervertreter müssen bei ihren Lohnforderungen die Unangemessenheit von 
Bezügen ebenfalls nachweisen. Das wäre redlich und in der Sache richtig. Erst 
dadurch lässt sich, falls erforderlich, eine Schieflage korrigieren. Der Ruf 
nach Gerechtigkeit oder Obergrenzen ist dabei völlig ungeeignet. 
 
Ulf D. Posé 
(Präsident) 
 
Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. 
Klosterstr. 19 - 21 
41189 Mönchengladbach 
Tel.: 02166/57841 
Fax: 02166/56848 
mobil: 01718549321 
e-mail: info@ethikverband.de 
www.ethikverband.de 
 
 
 
This announcement is distributed by Thomson Reuters on behalf of 
Thomson Reuters clients. The owner of this announcement warrants that: 
(i) the releases contained herein are protected by copyright and 
    other applicable laws; and 
(ii) they are solely responsible for the content, accuracy and 
     originality of the information contained therein. 
 
Source: Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. via Thomson Reuters ONE 
[HUG#1680259] 
 
 --- Ende der Mitteilung  --- 
 
Ethikverband der Deutschen Wirtschaft e.V. 
EVW c/o Pallasky & Partner Goethestr. 31 - 33 Frankfurt/Main Deutschland 
 
http://www.ethikverband.de 
 

(DJN)

 

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