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Thumann warnt vor „Salto rückwärts“ beim Arbeitslosengeld

DAPD

23.10.2007

Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender des BDI-Mittelstandsausschusses, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Juergen R. Thumann, der Praesident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). (AP Photo/Franka Bruns)
Arndt G. Kirchhoff, Vorsitzender des BDI-Mittelstandsausschusses, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Juergen R. Thumann, der Praesident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). (AP Photo/Franka Bruns)

Berlin – Die deutsche Wirtschaft hat sich entschieden gegen Änderungen an der Agenda 2010 ausgesprochen. Eine Verlängerung des Arbeitslosengelds I für Ältere verhelfe keinem zu neuer Arbeit, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Jürgen Thumann, am Dienstag in Berlin. Die positiven Wirtschaftsdaten würden manchen Politiker offensichtlich sorglos machen und zum Glauben verführen, die Modernisierung sei abgeschlossen.

Der BDI-Präsident warnte vor einem „Salto rückwärts“ in der Reformpolitik und appellierte an die Bundesregierung: „Halten Sie den Reformkurs für Deutschland.“ Die Regierung dürfe sich von den Thesen „linker Populisten“ nicht beeinflussen lassen.

Thumann forderte die Regierung auf der BDI-Mittelstandstagung auf, die Erbschaftsteuerreform schnell zum Abschluss zu bringen. Die Familienunternehmen bräuchten eine schnelle Entscheidung, viele hätten Deutschland bereits Richtung Österreich oder Schweiz verlassen. Thumann sprach sich auch gegen Mindestlöhne aus. Eine flächendeckende Einführung gefährde Arbeitsplätze, betonte er.

http://www.bdi.de/ (AP)

 

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