Würzburg - Thymian ist die Arzneipflanze des Jahres 2006. Das auch als Gewürz verwendete Gewächs habe eine lange Geschichte als Heilkraut und zähle heute zu den wertvollsten Arzneipflanzen bei Erkältungskrankheiten, erklärte der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg zur Begründung. Schon die Ärzte der griechischen Antike setzten nach Angaben der Experten Thymian gegen Erkrankungen der Atemwege ein, aber auch bei Verdauungsproblemen und äußerlich bei Insektenstichen oder Kopf- und Gliederschmerzen.
Auch heute werden dem Studienkreis zufolge Thymianpräparate in vielfältiger Weise eingesetzt, hauptsächlich aber als Hustenmittel - wegen der auswurffördernden und krampflösenden Eigenschaften sowie der antimikrobiellen Wirkung der Pflanze. Unterstützend kämen die Präparate auch bei Keuchhusten und Asthma zum Einsatz. Extrakte aus Thymian - das hauptsächlich aus ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Flavonoiden bestehe - linderten den Hustenreiz und beschleunigten den Abtransport des Schleims. Äußerlich werde Thymian als durchblutungsförderndes, antibakterielles, aber auch desodorierendes Mittel bei Entzündungen in Mund und Rachen als Gurgelmittel verabreicht.
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