China News - Menschenrechte – Tibet-Aktivisten zeigen in Peking Flagge – DAPD
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Demonstranten in Peking Tibet-Aktivisten zeigen in Peking Flagge

DAPD

10.08.2008

Strenge Bewachung vor einer Kirche in Peking. (AFP PHOTO/TEH Eng Koon)
Strenge Bewachung vor einer Kirche in Peking. (AFP PHOTO/TEH Eng Koon)

Peking – Trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen in Peking haben Tibet-Aktivisten den zweiten Tag in Folge gegen die chinesische Regierung demonstriert. Am Samstag wurden fünf Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens abgeführt, unter ihnen ein Deutscher. Am Sonntag hielten mehrere Personen in der Nähe des Platzes die Fahne der Himalaja-Region hoch, ehe die Polizei einschritt.

Die Demonstranten gehörten der Organisation Students for a Free Tibet an, die in New York ihren Sitz hat. Ein Sprecher der Gruppe teilte am Sonntagabend mit, die Polizei habe mehrere festgenommene Aktivisten zum Flughafen gebracht, wo sie in die USA abgeschoben werden sollten. Auch in Hongkong protestierten vier Aktivisten mit Tibet-Fahnen und Forderungen für mehr Demokratie.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Frau des inhaftierten Bürgerrechtlers Hu Jia verschwunden ist. Die Behörden hätten offenbar verhindern wollen, dass Zeng Jinyan während der Spiele mit Journalisten spreche, erklärte die Menschenrechtsgruppe Chinese Human Rights Defenders. Es sei zu befürchten, dass Zeng in Polizeigewahrsam sei und misshandelt werde. Zengs Mann wurde im April wegen „Aufrufs zum Umsturz der Staatsmacht“ zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die chinesische Polizei nahm am Sonntag einen christlichen Aktivisten auf dem Weg zu einem Gottesdienst fest, an dem auch US-Präsident George W. Bush teilnahm. Hua Huiqi wurde nach Angaben seines Bruders auf der Fahrradfahrt zur protestantischen Kirche Kuan Jie gestoppt. Beide wurden abgeführt, der Bruder Huas wurde am Nachmittag wieder freigelassen.

Hua gehört einer staatlich nicht anerkannten Kirche an und kämpft seit langem gegen ein Bauprojekt in seinem Viertel. Er wurde in den vergangenen Jahren mehrfach festgenommen.

„Ich habe ihn gebeten, wegen der Olympischen Spiele und dieser sensiblen Zeit nicht in die Kirche zu gehen“, sagte Huas Bruder Hua Huilin. Er habe ihn aber nicht dazu bewegen können und ihn deswegen begleitet, um ihn zu schützen. (AP)

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