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Protest gegen die Unterdrückung durch China Tibet: Welle der Selbstverbrennungen erreicht Hauptstadt Lhasa

dapd Peking

28.05.2012

Ein tibetischer Mönch als Deligierter bei der Politischen Konsultativkonferenz in Peking im März 2012. Foto: Ng Han Guan/AP/dapd
Ein tibetischer Mönch als Deligierter bei der Politischen Konsultativkonferenz in Peking im März 2012.

Foto: Ng Han Guan/AP/dapd

Peking – Die Welle der Selbstverbrennungen tibetanischer Mönche hat offenbar mindestens ein weiteres Todesopfer gefordert. Der makabre Protest gegen die Herrschaft Chinas erreichte dabei erstmals die Hauptstadt der autonomen Region. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, hatten sich zwei Männer vor dem Jokhang-Tempel in Lhasa am Vortag selbst in Brand gesetzt. Einer sei gestorben, der andere mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Wenige Minuten nach dem Entzünden der Flammen wurden die Mönche von den chinesischen Behörden fortgebracht. Einem Bericht des US-Senders Radio Free Asia zufolge wurde der bei einheimischen Tibetern wie bei Touristen beliebte Tempel anschließend von den Sicherheitskräften schwer bewacht.

Seit März 2011 haben sich damit mindestens 34 Tibeter aus Protest gegen die restriktive Politik Pekings selbst angezündet. Einige der Fälle wurden von den chinesischen Behörden bestätigt, andere verleugnet. Die Selbstverbrennungen am Sonntag bezeichnete ein Vertreter der Kommunistischen Partei laut Xinhua als Werk von separatistischen Kräften. (dapd)

 

 

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