Aktuelle Nachrichten – International
27.08.2012
Foto: © 2012 AP. Photographer: Sergei Chuzavkov/AP/dapd
Kiew – Vor der Anhörung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am (morgigen) Dienstag in Straßburg hat der Anwalt der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko Präsident Viktor Janukowitsch einen Rachefeldzug gegen seine Mandantin vorgeworfen. "Hier nimmt einer persönlich Rache - das hat mit Recht oder Justiz nichts zu tun", sagte Sergej Wlasenko im Interview der Nachrichtenagentur dapd. Wegen Amtsmissbrauchs wurde Timoschenko im vergangenen Oktober zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Dagegen legte die frühere Ministerpräsidentin Beschwerde beim EGMR ein, sie hält das Verfahren für politisch motiviert.
Wlasenko rechnet mit einer Entscheidung des EGMR bis Ende September. "Dann haben wir es schwarz auf weiß, dass Timoschenko illegal im Gefängnis sitzt", sagte der Anwalt im dapd-Interview. "Die ukrainische Regierung gerät damit international weiter unter Druck und in eine noch stärkere Isolation."
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