Abwärtstrend beim Gaspreis: Wie kommt Verbraucher zum günstigsten Preis

Ein Rekordtief in punkto Gaspreis sollte die Verbraucher freudig stimmen. Nachdem sie seit Jahren fast schon ein wenig neidisch auf diejenigen blickten, die von den immer billiger werdenden Heizöl-Preisen profitieren, zieht nun endlich auch der Gaspreis nach. Wie Verbraucher zum günstigsten Gaspreis kommen, ist Inhalt dieses Beitrags.

Der historische Tiefstand beim Gaspreis ist in vielen Medien mehr als nur eine Meldung wert, denn die Hochrechnungen sollten für die Endverbraucher möglichst plastisch sein. Für 20.000 Kilowattstunden fielen heuer durchschnittlich 1.180 Euro an. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 lag der Wert bei 1.156 Euro, dazwischen konnten nur historische Höchststände mit Kosten bis zu 1.619 Euro verzeichnet werden. Ob und wie viel der sinkenden Kosten an die Verbraucher weitergereicht werden, liegt jedoch im Ermessen der Anbieter. Dass es letztlich auch für die Endverbraucher in ganz unterschiedlichen Regionen Deutschlands gut aussieht, zeigt dieser kleine Pressespiegel zum Thema:

  • „Gute Nachrichten für die Erdgaskunden im Netz der Stadtwerke Gronau: Bereits zum zweiten Mal in Folge senkt der lokale Energieversorger die Erdgaspreise, und zwar um 0,42 Cent brutto pro Kilowattstunde (kWh).“ (Quelle: wn.de)
  • „Zwei Senkungen in einem Jahr beziehungsweise in acht Monaten – das habe es schon lange nicht mehr gegeben. Die EVE-Kunden – zum Versorgungsgebiet gehören neben der Stadt Erding die Gemeinden Moosinning, Langenpreising, Wartenberg, Fraunberg, Wörth und Neuching – sollen von dem Preistief nachhaltig profiteren.“ (Quelle: merkur.de)
  • „Bereits im vierten Jahr in Folge werden die Stadtwerke Rees den Gas-Arbeitspreis zum 1. Januar 2017 reduzieren. Der Arbeitspreis wird um 0,1 ct./kWh brutto in allen Tarifen gesenkt. Grundpreise sowie Rabatte für Kombinationstarife (gleichzeitiger Bezug von Strom und Gas) und Vorauszahlungsrabatte bleiben unverändert.“ (Quelle: derwesten.de)

Pressemitteilung vs. Preisvergleich

Natürlich dürfen sich die Verbraucher über die allerorts fallenden Preise freuen, doch blindlings sollte auch deswegen keiner zwingend beim bisherigen Anbieter bleiben. Der Grund dafür ist einfach, denn ein Preisvergleich ist heute so denkbar einfach, dass es kaum mehr einen Aufwand darstellt, die Preise der Anbieter selbst zu überprüfen.

Was es für den Preisvergleich braucht, zeigt das Tool unter gaspreisvergleich.org. Dabei werden Postleitzahl und Wohnort, Verbrauch, Vertragslaufzeit, Nutzungsart, Paketpreis und Bonus ebenso abgefragt wie der aktuelle Anbieter sowie der aktuelle Tarif. Optional können darüber hinaus noch weitere Suchkriterien angelegt werden. Dies tragen dazu bei, dass im Preisvergleich auch wirklich nur die Anbieter aufgezeigt werden, die

  • die gewünschte Kündigungsfrist haben,
  • eine Preisgarantie ausweisen,
  • Ökotarife offerieren,
  • Tarife mit hoher Kundenzufriedenheit anbieten,
  • Tarife mit Vertragsverlängerung aufzeigen oder
  • Tarife mit Vorauskasse oder Kaution ausschließen.

Kurzum: User suchen nach ihren individuellen Kriterien. Anschließend wird eine Trefferliste angezeigt, die die wichtigsten Anbieterdetails auf einen Blick zeigt. Neben dem Namen, den Bonus-Optionen, der Preisgarantie, der Vertragslaufzeit und einer Hotline wird auch direkt ausgerechnet, wie hoch der Kostenvorteil erwartungsgemäß ausfallen wird.

Deswegen ist der private Preisvergleich ein Muss

Warum ein Preisvergleich angestoßen werden sollte, verstehen Verbraucher in erster Linie mit Blick auf den Jahresanfang. Bereits im März 2016 gab der Bund der Energieverbraucher die Info heraus, dass lediglich die Gasversorger vom Rückgang profitieren und eben diese gar nicht an die Endverbraucher weiterreichen. Vor allem die örtlichen Anbieter seien hier negativ aufgefallen.

Der Beleg der Verbraucherschützer sind eine Reihe von Urteilen, die der Bundesgerichtshof gefällt hat und die so zusammengefasst werden können: Faktisch betrachtet haben die Gasversorger die Pflicht, die Preissenkung an die Verbraucher weiterzugeben. Nur die Umsetzung bzw. die Überprüfung der Umsetzung könnte vergleichsweise schwierig ausfallen. Was die Verbraucher letztlich tun können, um von den günstigsten Angeboten zu profitieren, ist selbst zu vergleichen. Dazu raten Verbraucherschützer nachdrücklich, denn allein durch den Preisvergleich erhöhe sich auch der Druck auf die Anbieter. (rd/mz)